2014 mehr Gebrauchte verkauft
2015-02-04 09:00:37

Gebrauchte verkaufenIm letzten Jahr wurden mehr Gebrauchte verkauft als im Vorjahr. In der letzten Woche wurde der DAT-Report vorgestellt. Die ersten interessanten Fakten über die Automobilbranche sind bereits bekannt. Neben der Info, dass es mehr verkaufte Gebrauchtwagen gab, liefert der Report auch andere aufschlussreiche Informationen.

Am vergangenen Freitag wurde der DAT-Report 2015 präsentiert. So früh wie noch nie zuvor. Einige wichtige Trends sind bereits bekannt. So wurden 2014 nicht nur mehr Neuzulassungen registriert auch wechselten mehr Gebrauchte den Besitzer. Was das wichtigste Nachschlagewerk für die Kfz-Branche sonst noch verrät?

Gebrauchte beliebter denn je

Golf verkaufenFür die bedeutende Studie wurden rund 2.600 Autokäufer und 1.400 Kunden von Werkstätten befragt. Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK befragt diese Zielgruppe jedes Jahr über aktuelle Trends in der Automobilbranche.

Ein wichtiger Bestandteil des Reports ist der Teil über den Pkw-Markt. So haben 2014 mehr Gebrauchte den Halter gewechselt als noch im Vorjahr. Besonders für den Markenhandel entwickelten sich die Verkaufszahlen erfreulich. So konnten die Fabrikatshändler 38 Prozent Marktanteil für sich gewinnen. 2013 waren es noch fünf Prozent weniger. Auch im freien Handel konnten Zuwächse verzeichnet werden. Hier stiegen die Verkäufe von Gebrauchten um 3 Prozent auf 24 Prozent Marktanteil. Hierfür musste der Privatmarkt einen kleinen Rückgang hinnehmen. Der Anteil sank hier von 43 Prozent auf 41 Prozent.

Der Markenhandel konnte besonders bei den „klassischen“ Gebrauchtwagen zwischen drei und sechs Jahren zulegen. Hier stieg der Marktanteil für Gebrauchte von 28 auf 40 Prozent. Privatmarkt und freier Handel mussten jedoch starke Rückgänge verzeichnen.

Was kosten Gebrauchte?

Der Report gibt auch Aufschluss über die durchschnittlichen Preise für Gebrauchte. Laut der Studie kostete ein Gebrauchtwagen 2014 9870 Euro. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, 2013 kostete der durchschnittliche Gebrauchte „nur“ 9420 Euro. Allerdings werden auch gleich Gründe mitangeführt, warum der Preis um 450 Euro anstieg. Elf Prozent aller gebrauchten Autos, die verkauft wurden, waren Jahreswagen. Diese jungen Gebrauchten werden oft für einen ansehnlichen Preis verkauft. Aber auch für Neuwagen wurde mehr gezahlt. 2014 wurden im Schnitt 1300 Euro mehr für den neuen Pkw ausgegeben. Damit liegt der durchschnittliche deutsche Neuwagen von 2014 bei 28.330 Euro. Die Gebrauchtwagen im freien Handel waren im Durchschnitt die günstigsten verkauften Fahrzeuge. Der Schnitt lag hier bei 8940 Euro, wohingegen im Markenhandel durchschnittlich 14.280 Euro gezahlt wurden.

Käufer bleiben treu

Vor einigen Jahren waren die Käufer von Neuwagen noch kritischer. 2014 informierte sich nur ein Drittel aller Neuwagenkäufer auch bei Händlern von anderen Marken. 2013 nahm noch mehr als die Hälfte auch Kontakt mit anderen Markenhändlern auf. Die Käufer sind im letzten Jahr ihrer Marke sehr treu gewesen. Vor allem Käufer der deutschen Premium-Hersteller sind markentreu. Hier informierten sich nur 27 Prozent auch über Modelle anderer Fabrikanten. Fazit: Kunden von Mercedes, Audi, BMW und Co. wissen ganz genau was sie wollen.

Bei den Käufern von Importmarken informierten sich 36 Prozent über andere Marken, hier spielt das Bewusstsein für das Preis-Leistungs-Verhältnis eine weitaus größere Rolle. Durchschnittlich informierten sich die Neuwagenkäufer bei zwei anderen Händlern, bevor es zum endgültigen Kauf kam. Auch das ist ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.

Wenn es um die Treue zu Modellen geht, dann unterscheiden sich die Käufer von Neuwagen und von Gebrauchten. Während sich mehr Neuwagenkäufer als noch im Vorjahr für ein anderes Modell oder ein Auto der gleichen Marke entschieden, 45 Prozent im Vergleich zu 47 Prozent. Entschieden sich 2014 die Käufer, die Gebrauchte kauften, öfter für das gleiche Fabrikat. Insgesamt 39 Prozent erwarben die gleiche Marke oder das gleiche Modell, ein Anstieg um 7 Prozent.