Ab 1. April neue Regelung zu Kurzzeitkennzeichen
2015-03-21 09:00:53

VW Golf verkaufenKein Aprilscherz – ab dem 1. April 2015 wird die Rechtslage rund um das Kurzzeitkennzeichen neu geregelt. Genutzt wird das Kurzzeitkennzeichen für Probe- und Überführungsfahrten. Wichtig also, als Gebrauchtwagen-Verkäufer über die Neuregelung Bescheid zu wissen.

Wer schon einmal ein Auto verkauft oder gekauft hat, der hat sicherlich auch Kurzzeitkennzeichen genutzt. Diese schwarz-weiß-gelben Nummernschilder sind genau hierfür eingeführt worden. Für andere Zwecke dürfen die Kurzzeitkennzeichen nicht genutzt werden. Doch ab dem 1. April 2015 ändern sich einige wichtige Regeln.

Das ist neu beim Kurzzeitkennzeichen

Auto ohne TÜV verkaufenNoch bis zum 31. März 2015 gelten die alten Regeln für das Kurzzeitkennzeichen. Noch ein paar Tage also bis die neue Regelung in Kraft tritt. Doch was ändert sich nun eigentlich wirklich? Bislang wurde das schwarz-weiß-gelbe Nummernschild nicht für ein bestimmtes Fahrzeug ausgegeben, theoretisch war es daher möglich, dasselbe Kurzzeitkennzeichen für mehrere Pkw hintereinander zu nutzen. Mit der neuen Regelung ist das nicht mehr möglich, nun ist das Kennzeichen eindeutig einem Auto zugeordnet. Positiv: rechtliche Probleme bei einer Fahrt ins Ausland mit dem Kurzzeitkennzeichen werden auf diese Weise wohl beseitigt. Ab dem 1. April 2015 wird die amtliche Zulassungsbescheinigung (alt: Fahrzeugschein) für die Nutzung der zeitlich begrenzten Kennzeichen von der Zulassungsstelle ausgestellt.

Sinnvoll?

Die Änderung, welche die meiste Veränderung mit sich bringt, ist folgende: es dürfen keine Probe- und Überführungsfahrten mehr ohne TÜV vorgenommen werden. Bislang konnte das Kurzzeitkennzeichen auch für Autos ohne gültige Hauptuntersuchung (HU) beantragt werden. Nun dürfen nur noch Fahrten zur nächstgelegenen Werkstatt oder zur Untersuchungsstelle vorgenommen werden, wenn die HU nicht mehr gültig ist. Das Fünf-Tage-Nummernschild wird nun nur noch für Pkw mit gültiger Plakette ausgegeben. So soll die Verkehrssicherheit erhöht werden. Auch muss es sich um einen genehmigten Fahrzeugtyp handeln.

Autofahrer sauer

Pkw verkaufenDie Neuregelung des Kurzzeitkennzeichens mag zugunsten der Verkehrssicherheit ausfallen, allerdings sind nicht alle deutschen Autofahrer begeistert. Kritik kommt vor allem von Oldtimer-Fans; bisher konnten Old- und Youngtimer-Käufer ihre Schätzchen vom Fundort zum Restaurieren nach Hause fahren – mit einem Kurzzeitkennzeichen. Jetzt ist das ohne HU nicht mehr möglich. In der Realität bedeutet das natürlich, dass die Fundstücke auf einem Anhänger geladen und so transportiert werden müssen. Die Kosten erhöhen sich somit erheblich.

Aber auch Käufer von Gebrauchtwagen mit abgelaufenem TÜV werden es nun deutlich schwerer haben. Den alten Wagen Probe fahren ist nun nicht mehr möglich. Es sind nur noch Fahrten zur nächstgelegenen Werkstatt – diese muss sich im Zulassungsbezirk des jeweiligen Kennzeichenkürzels befinden oder maximal in einem angrenzenden Bezirk – oder zur zuständigen Prüfstelle erlaubt.

Für wen wird es leichter?

Die neuen Regelungen rund um das Kurzzeitkennzeichen bringen aber auch in einem Fall Erleichterung für Autokäufer. Wer einen passenden Gebrauchten gefunden hat, dieser aber über eine größere Distanz überführt werden muss, der kann nun auch das Kurzzeitkennzeichen am Standort des Autos beantragen. Unter der alten Regelung war dies nur an der Zulassungsstelle des eigenen Wohnorts möglich.

Reihe von Änderungen 2015

Die neuen Regelungen für das Kurzzeitkennzeichen sollen den Missbrauch, der in den letzten Jahren vermehrt stattgefunden hat, zurückbringen. Anfang des Jahres gab es bereits einige andere Neuregelungen rund um das Thema Autofahren. So können Pkw-Besitzer bei einem Umzug das Kennzeichen vom alten Wohnort behalten. Bei einem Umzug in einen anderen Kennzeichen-Bezirk muss nun nicht mehr direkt auch ein neues Nummernschild angefragt werden; erst bei einem Neukauf müssen Autobesitzer nun zur neuen Zulassungsstelle. Des Weiteren schreitet auch die Digitalisierung weiter fort. Für alle Autos, die nach dem 1. Januar 2015 angemeldet werden, ist es nun möglich, das Fahrzeug online abzumelden. Hierfür werden auf das Nummernschild und auch auf den Fahrzeugschein spezielle Sicherheitscodes gedruckt. Die Online-Wiederzulassung wird 2016 eingeführt.

Wenn Sie immer frühzeitig über Neuerungen und Änderungen rund um das Thema Mobilität auf dem Laufenden bleiben wollen, folgen Sie dann einfach dem ichwillmeinautoloswerden.de-Blog! Alle Aktualitäten rund um das Thema Automobile.