Audi auf Rekordkurs
2014-11-07 09:00:54

Audi verkaufenAudi hat für 2014 ein klares Ziel vor Augen. 1,7 Millionen Autos will die VW-Tochter weltweit ausliefern. Und dieses Rekordabsatzziel scheint in Reichweite. Diese Woche präsentierten die Ingolstädter die Quartalszahlen, in den ersten neun Monaten des Jahres steigerte Audi den Absatz um zehn Prozent. Noch vor zwei Monaten hatte die Marke mit den vier Ringen das Verkaufsziel nach oben angepasst, da die Geschäfte in China und den USA sogar besser laufen als erwartet.

Das Verkaufsziel von 1,7 Millionen verkauften Fahrzeugen scheint in Reichweite. Bis Ende September setzte Audi bereits 1,3 Millionen Pkw ab, das sind zehn Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Besonders gefragt waren der A3 sowie die Oberklassemodelle A6, A7 und A8. Premium-Konkurrent Mercedes hatte bereits Ende Oktober die Quartalszahlen veröffentlicht und sprach von dem bisher absatzstärksten Quartal der Unternehmensgeschichte. Andere Autobauer, wie Ford und Honda, gaben Gewinnwarnungen aus, dort blieben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück. Auch BMW muss im abgelaufenen Quartal weniger Gewinn hinnehmen.

Wachstumskurs bei Audi

Audi Q3 verkaufenAudi gab diese Woche bekannt, dass in den ersten neun Monaten von 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 39,3 Milliarden Euro eingefahren wurden. Das ist ein Plus von 6,3 Prozent. Die operative Umsatzrendite liegt bei 9,7 Prozent, hier wirkten sich vor allem Vorleistungen für Produkte und Techniken sowie der Ausbau der weltweiten Fertigungsstrukturen belastend aus. Der Absatz in den ersten drei Quartalen wurde um gute zehn Prozent gesteigert. Weltweit lieferte Audi ungefähr 1,3 Millionen Fahrzeuge aus. Somit wird am vorgegeben Ziel von 1,7 Millionen verkauften Autos im Gesamtjahr festgehalten. Erst lag das Absatzziel für 2014 bei 1,6 Millionen Einheiten, diese wurde jedoch dank der guten Verkaufszahlen in China und den USA nach oben angepasst. 2013 wurden insgesamt 1,58 Millionen Audis verkauft. Erreicht die VW-Tochter das Absatzziel, dann ist 2014 ein weitaus besseres Absatzjahr als das Vorjahr.

Besonders gut verkauften sich bislang die A3-Familie und die Oberklasse- und Luxusmodelle A6, A7 und A8. Des Weiteren waren auch die SUVs der Q-Baureihen wahre Verkaufsschlager. Vor allem der Kompakt-Geländewagen Audi Q3 erfreute sich großer Beliebtheit. Dieser ist seit Ende August auch auf dem US-amerikanischen Markt erhältlich und ist dort, ebenso wie in Großbritannien und China, ein Käuferliebling. Und der Audi A3 TDI ist nominiert zum umweltfreundlichsten Auto 2015 vom Green Car Journal.

Der A6 bekommt dieses Jahr noch einen Facelift, so dass das Modell auch für die Zukunft interessant bleibt. Die überarbeitete Version kennt eine ganze Menge an neuer und innovativer Technologie sowie effizienteren Motoren.

Audi ist auch eine beliebte Marke für Autodiebe. 2013 waren die Autos von Audi zahlenmäßig unter den meistgestohlenen Pkw. Eine Statistik, die den ein oder anderen Autokäufer vielleicht vom Kauf abhält.

Diebstahlstatistik 2013 from ichwillmeinautoloswerden

Deutsche Premium-Marken

Q3 verkaufenDie drei deutschen Premium-Marken, Audi, Mercedes sowie BMW, liefern sich momentan einen Dreikampf. Nachdem Mercedes bereits vor ein paar Wochen einen neuen Verkaufsrekord bekannt gab und den September 2014 als „absatzstärksten Monat seit Unternehmensgründung“ betitelte, folgt nun Audi mit sehr guten Absatzzahlen. Bei BMW legten die Verkaufszahlen zwar zu, aber es wurde weniger Gewinn gemacht. Die Absatzzahlen bei den Münchnern sind besser als die der Konkurrenz, jedoch mussten einige Verluste sowie hohe Kosten für Investitionen hingenommen werden. Ergebnisse werden nicht mehr alleine im Heimatmarkt Deutschland eingefahren, die Premiumhersteller verkaufen sich weltweit gut.

Der Wettkampf zwischen den Premium-Marken nimmt zwischenzeitlich schon bizarre Formen an. Die eine Marke will sich mit allen Mitteln von der anderen abheben. Beispielhaft hierfür sind die Experimente von Audi und BMW mit Laserlicht. Im Frühjahr lieferten sich die beiden Oberklassehersteller einen regelrechten Wettkampf. BMW hatte als erster Hersteller Laserlicht für seinen Plug-In-Hybridsportwagen i8 angekündigt. Im November sollte es erstmals lieferbar sein. Audi hielt dagegen und wollte sein Sondermodell R8 LMX noch im Juli mit der neuen Laserlichttechnologie ausstatten. Das ließ BMW sich nicht gefallen und rüstete schnell die ersten acht Exemplare mit der neuartigen Lichtquelle aus, so dass man diese bereits im Juni ausliefern konnte. Der Preis für dieses Extra für schon nicht günstige Autos ist stolz , Käufer müssen nicht weniger als 7,5 Prozent vom gesamten Kaufpreis noch einmal drauflegen.

Andere Hersteller mit Gewinnwarnungen

Anders als Audi und die anderen zwei deutschen Premium-Hersteller kämpfen andere Autobauer mit Gewinnwarnungen. Sowohl Ford als auch Honda mussten in den letzten Wochen die Jahresprognose nach unten korrigieren. Diese Hersteller werden von der schwierigen wirtschaftlichen Situation in vielen Teilen der Welt sowie von steigenden Produktionskosten getroffen. Auch die Situation im russischen Automarkt macht den Autobauern zu schaffen. Hier trifft der fallende Rubelkurs, die sinkende Nachfrage und die Auswirkungen der westlichen Sanktion auf die Hersteller. So schließt Volkswagen sein Werk im russischen Kaluga für einige Wochen.