Automarken Comebacks: Leben nach dem Tod
2016-03-03 13:39:38

Der Autosektor ist dynamisch Neue Automarken werden kreiert und alte Marken verschwinden von der Bildfläche. Manchmal scheinen die verschwundenen Automarken allerdings doch noch ein Lebenszeichen abzugeben. Ichwillmeinautoloswerden.de hat sich auf die Suche gemacht nach den Marken die ein Comeback planen oder sogar schon erste neue Autos präsentiert haben.
Über die Jahre hatten einige Marken Schwierigkeiten mit dem Überleben. Einige fusionierten mit einer anderen Marke oder wurden verkauft. Andere Marken starben einen stillen Tod durch einen Konkurs, um dann einige Jahren oder Jahrzehnte später wieder zurück zu kehren. Wir haben einige interessante Automarken Comebacks rausgesucht.
 

Borgward

Die deutsche Marke Borgward war bis 1963 einer der innovativsten Marken auf dem Gebiet von Design und Technologien in Deutschland. Auf Grund von finanziellen Problemen schloss der Fabrikant in 1963 seine Türen. 52 Jahre späte, in 2015, kündigte Christian Borgward, der Enkelsohn des Gründers, das Comeback von Borgward an. Auf dem Frankfurter Autosalon im September 2015 wurde das erste Modell enthüllt: der BX7. Dieser wird im Laufe dieses Jahres vom Band rollen. Borgward richtet sich in erster Instanz vor allem auf den chinesischen Markt, um in 2017 Richtung Europa aus zu breiten. Das Ziel der Marke ist es, um jährlich zwei neue Modelle zu präsentieren. Der Fokus liegt hierbei auf SUVs.

Borgward
 

Spyker

Überraschung: die Niederländische Marke Spyker, die in 2012 wieder Konkurs ging, kündigte an auf dem Autosalon in Genève einen neuen Wagen vor zu stellen. Die Geschichte von Spyker ist geprägt von Pleiten und Neustarts. Die Automarke wurde in 1880 gegründet, hat dann nach ein paar turbulenten Jahren aber in 1926 aufgehört um dann viele Jahre später - in 2000 - wieder zurück zu kommen. Bis 2012 baute die Marke verschiedene exklusive Sportwagen. Auf dem Autosalon in Genève hat Spyker nun den C8 Preliator präsentiert. Der Spyker P8 Preliator hat einen supercharged V8 unter der Motorhaube und erreicht eine Topgeschwindigkeit von 322 km/h. Der neue Niederländische Sportwagen soll Ende 2016 in die Produktion gehen, aber ob man sich darauf wirklich verlassen kann weiß man bei Spyker nicht so genau.

Spyker comeback
 

Fisker

Comebacks sind nicht nur was für alte und vergessene Automarken. Fisker wurde 2005 in Kalifornien gegründet und hat im gleichen Jahr direkt zwei Modelle enthüllt, den Fisker Taramonto und den Fisker Latigo. Wirklich bekannt wurde die Marke erst in 2008 mit dem hybriden Karma. Der Karma war einer der ersten Plug-In Hybriden mit einem sogenannten „range-extender“, der dafür sorgt, dass das Auto einen größeren Abstand zurücklegen kann. In 2013 kündigte Fisker an, all sein Personal zu entlassen, wodurch die Produktion stoppte. Haupt Designer Hendrik Fisker hat daraufhin all seine Kraft in VFL Automotive gesteckt. Während des Autosalons in Detroit im letzten Januar wurden zwei neue Modelle vorgestellt. Ein neuer Fisker Karma und der Force 1, ein Supercar das wie ein Aston Martin aussieht und mit einem ähnlichen Preis von 200.000 Dollar und einem 8,4 Liter V10 mit 745 PS daher kommt. Fisker Force 1

 

Alpine

Es wird schon länger über ein Comeback von Alpine spekuliert, der seit 1994 keine Autos mehr produziert hat. Das Mutterunternehmen Renault hat schon häufiger angegeben neue Autos produzieren zu wollen. Im Mai 2012 sickerten Bilder von einem neuen Konzeptwagen durch, dem Renault Alpine A110-50, um das fünfzigjährige Bestehen von dem Alpine A110 zu feiern. Im März 2013 wurde ein neuer Alpine 36 enthüllt, ein Monster mit einem Nissan V8-Motor mit 500 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h.

Inzwischen hat Renault mit viel Klamauk das neue Show Auto mit dem Namen Alpine Vision präsentiert. 80% von diesem Show Auto wird gebraucht für den schlussendlichen Wagen, der in 2017 im Showroom stehen soll. Mit dem Vierzylinder Turbomotor wissen wir auf jeden Fall, dass das Auto extrem schnell sein wird. Alpine Vision  

Gumpert

Noch nie von dieser Marke gehört? Gut möglich! Gumpert ist ein Deutscher Autofabrikant, der in 2005 mit der Konstruktion von einem Supersportauto begann. Der Gumpert Apollo hat bei dem Rennen der BBC Show Top Gear eine top Zeit hingelegt. Der Apollo hat also viel Potential, aber der Erfolg wurde frühzeitig abgebrochen, weil Gumpert 2013 pleiteging.

In 2014 hat Gumpert den Explosion introduziert. Zu der Zeit schien die Marke in den Händen der britischen Formvision zu sein. Anfang 2016 wurde Apollo an eine chinesische Partei verkauft. Der Markenname Gumpert wurde bei dem Verkauf zu Apollo geändert. Das erste Modell, der Apollo Arrow, wird auf dem Autosalon in Genève vorgestellt und ist wahrscheinlich eine verbesserte Version des Gumpert Apollo.
Gumpert is nu Apollo
So bleibt der Autosektor kontinuierlich in Bewegung, wir sind gespannt auf die Entwickelungen in der Zukunft. Auf welches Comeback freust du dich am meisten?