Automarkt in Russland bricht ein
2014-09-10 09:03:16

Lada Niva verkaufenDer russische Automarkt steckt bereits seit Monaten in der Krise. Nun ist der Markt weiter eingebrochen. Russland ist Europas wichtigster Wachstumsmotor. Seit Anfang des Jahres zeichnet sich bereits ab, dass der Automarkt nun nicht wächst, sondern schrumpft. Auch deutsche Autobauer sind hiervon stark betroffen. Als Reaktion fährt das VW-Werk, im russischen Kaluga, nun die Produktion zurück.

Russischer Automarkt lange auf Wachstumskurs

Russland war bis zur Krise auf der Krim der Wachstumsmarkt für die Automobilindustrie in Europa. Immer wieder war der russische Automarkt kurz davor Deutschland, als wichtigsten Absatzmarkt, zu überholen. Experten vermuten, dass von den westeuropäischen Automärkten kein Wachstum mehr zu erwarten ist. Jedenfalls nicht in der nahen Zukunft. Deutsche Hersteller haben daher verstärkt auf Wachstum am russischen Automarkt gesetzt.

Seit Anfang des Jahres sind die Aussichten allerdings nicht mehr so positiv. Der Einbruch des lange wachsenden russischen Automarktes, hat vor allem mit der Ukraine-Krise und dem Reallohnverlust zu tun. Experten sehen den russischen Automarkt für Jahre beschädigt.

Der russische Marktführer Awtowas verkaufte im August 32 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahresmonat. In den ersten Monaten des Jahres, sank der Absatz, des vor allem für die Traditionsmarke Lada bekannten Konzerns, um 18 Prozent auf 247.0000 Autos.

Lada verkaufen

Deutsche Hersteller stark am hiesigen Automarkt

Deutsche Autobauer haben es in der Vergangenheit geschafft beachtliche Marktanteile in Russland zu gewinnen. Über 156.000 Autos verkaufte Volkswagen in 2013 in Russland. Damit ist VW der erfolgreichste deutsche Hersteller am russischen Automarkt. Im russischen Werk Kaluga produzieren die Wolfsburger unter anderem den VW Tiguan, sowie den VW Polo, den Skoda Fabia und Octavia. Im November 2013 wurde der russische Automarkt noch als Wachstumsmarkt Nummer Eins in Europa beziffert.

Bereits seit fast zwei Jahren entwickelte sich der Automarkt in Russland jedoch rückläufig. Das bekommen natürlich auch die deutschen Automarken, mit einem Marktanteil von 20 Prozent, zu spüren. Nun berichten Medien, dass Volkswagen reagieren muss und wird. Die Jahresproduktion soll, von geplanten 150.000 Fahrzeugen, auf 120.000 Autos heruntergefahren werden. Des Weiteren scheint ein 10tägiger Produktionsstop geplant zu sein. In den letzten Jahren hatte Volkswagen viel Geld in den hoffnungsvollen russischen Automarkt gesteckt. Im Zeitraum 2006 bis 2013 haben die Wolfsburger rund 1,3 Milliarden Euro investiert, vor allem in die lokale Produktion und in neue Modelle. Geplant war, bis 2018 weitere 1,2 Milliarden Euro zu investieren, unter anderem für ein neues Motorenwerk in Kaluga.

Auch die Opel-Group trifft es auf dem russischen Automarkt hart. Die Marke Opel verlor bis Ende Juli, laut einem Medienbericht, 17 Prozent und Chevrolet sogar 23 Prozent. Der Vertriebschef der Gruppe äußerte sich dann auch besorgt: „Die Lage in Russland ist zweifellos besorgniserregend. Der Markt ist den vergangenen Monaten stark geschrumpft und die Ukraine-Krise schürt zusätzliche Unsicherheit.“

Volkswagen fokussiert sich auf andere Märkte

VW Touareg verkaufenObgleich man eine Krise am russischen Automarkt gegenübersteht, steht Volkswagen aber nicht still. Die Devise ist, den amerikanischen Automarkt in den Vordergrund zu stellen und hier anzugreifen. Das ausgegebene Ziel ist, im Jahr 2018, 800.000 Fahrzeuge am amerikanischen Automarkt zu verkaufen. Die momentanen Verkaufszahlen sehen allerdings nicht so rosig aus. In den ersten Monaten von 2014 waren es nur 207.900 Autos. Geplant ist, mit zwei neuen Modellen, die sowohl größer als auch günstiger als Tiguan und Touareg sein sollen, den Absatz am amerikanischen Automarkt wieder anzukurbeln.

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