Eigenzulassungen steigen deutlich
2014-10-13 09:00:22

Eigenzulassung verkaufenDie Eigenzulassungen der Hersteller treiben die Neuzulassungszahlen an. Die privaten Neuzulassungen stagnierten im September auf Vorjahresniveau. Insgesamt stiegen die Pkw-Neuzulassungen um 5,2 Prozent an, jedoch ist dies nicht auf den Privatkundenmarkt zurückzuführen. Vor allem dank der Eigenzulassungen der Hersteller, steigt das Gesamtvolumen an.
Im September wurde der Neuwagenmarkt von Eigenzulassungen der Händler und Hersteller beherrscht. Die Zahl der Eigenzulassungen nimmt von Monat zu Monat zu, vor allem die Hersteller und Importeure sorgen für den Anstieg. Im letzten Monat entfiel jede zehnte Neuzulassung auf diese. Das ist ein Plus von 18,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Neuwagenmarkt legt im September zu

Neuwagen verkaufenIm September hat sich der Neuwagenmarkt in Deutschland wieder stabilisiert. War im August noch ein Rückgang von 0,4 Prozent bei den Neuzulassungen gemeldet worden, so legte der Neuwagenhandel im September wieder mit 5 Prozent zu.
Seit Anfang des Jahres wurden insgesamt schon 2,28 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Somit erreicht der Neuwagenmarkt ein Plus von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden im Monat September 260.000 Autos registriert, die erstmal auf einen Halter zugelassen wurden. Doch Neuzulassungen ist nicht gleich Neuzulassung. Hier wird zwischen den verschiedenen Typen der Zulassungen unterschieden, so gibt es Eigenzulassungen, Privatzulassungen und Unternehmenszulassungen.

Anstieg der Eigenzulassungen

Bei einer Eigenzulassung melden die Hersteller und Händler die Neuwagen zunächst auf sich selber an. Auf diese Art und Weise können die Autos später mit satten Preisnachlässen in den regulären Verkauf gegeben werden als Tageszulassung oder junger Dienstwagen. Im September wurde fast jedes dritte Auto zuerst auf einen Händler oder Hersteller zugelassen.
Die Eigenzulassungen der Hersteller und Importeure stiegen um 18,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt 26.545 neuzugelassene Autos entfielen auf die Hersteller und Importeure, das ist fast jede zehnte Neuzulassung.
Auch die Autovermieter sorgten für viele Neuzulassungen, insgesamt wurden 30.466 Fahrzeuge auf diese angemeldet. Das ist ein Plus von 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, ein überdurchschnittlicher Anstieg der Eigenzulassungen von Autovermietern. Der Grund ist vermutlich, dass die Autovermieter auch immer mehr Fahrzeuge weiterverkaufen, um so Ihre Flotte sehr neu zu halten.
Die Eigenzulassungen der Händler stiegen unterdurchschnittlich an. Insgesamt entfielen 56.887 Neuanmeldungen auf Autohändler, das sind nur 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Privatzulassungen wachsen nicht mit

Privatzulassung verkaufenIm September wurden 89.006 Pkw erstmals von privaten Haltern zugelassen. Das ist nur ein Anstieg von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Da das Gesamtvolumen der Neuzulassungen stark anstieg, fällt der Segmentanteil von Privatzulassungen auf 34,2 Prozent. Die Privatzulassungen sind im September auf dem niedrigsten Wert seit Dezember 2013.
Für viele Autokäufer sind Neuwagen einfach nicht mehr interessant genug. Dank der zahlreichen Eigenzulassungen der Hersteller werden die jungen Autos aus zweiter Hand immer billiger. Privatkunden, die auf der Suche nach einem neuen Auto sind, erhalten oft neuwertige Fahrzeuge in Form von Tages-Zulassungen und Vorführwagen zu einem weitaus günstigeren Preis.

Preisnachlässe und Rabatte

Aufgrund der wachsenden Anzahl von Neuwagenzulassungen sind die Autohändler wieder vorsichtiger mit Preisnachlässen und Rabatten geworden. So sanken die Neuwagen-Rabatte im September den dritten Monat in Folge. Von einer Trendwende kann jedoch noch nicht gesprochen werden. Autokäufer haben sich mittlerweile daran gewöhnt, dass auch bei Neuwagen erhebliche Nachlässe auf den Preis gegeben werden, wie es bei Auslaufmodellen üblich ist. Die Höhe der Rabatte ist für beide Fahrzeugtypen bereits auf einem ähnlichen Niveau. Für die Autohändler wird es schwer, diesen Trend zurückzudrehen.
Sollten die Autohändler die Preise von Neuwagen wieder anschrauben, ist es denkbar, dass die Neuwagenzahlen wieder stagnieren. Gerade dank der Rabatte und Preisnachlässe sind die neuen Autos noch Alternativen zu den fast neuwertigen Fahrzeugen wie Tageszulassungen und Vorführwagen.

Firmenfahrzeuge sind Wachstumstreiber

Vor allem die Fuhrparks von Unternehmen tragen zum Wachstum des Neuwagenmarktes bei. Im September entfielen 57.161 Neuzulassungen auf Firmenfahrzeuge. Das sind 6,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Dieser Trend ist auch in der gesamten Europäischen Union zu beobachten. Die Anzahl der neuverkauften Firmenwagen nimmt hier schon einige Zeit zu. Vor allem wurden mehr Lieferwagen und Transporter verkauft. Die Verkaufszahlen von Lastwagen und Bussen nahmen jedoch wieder ab. Ein Großteil der Neuzulassungen bei Transportern entfiel auf Firmenkunden. Insgesamt 15.454 leichte Nutzfahrzeuge wurden auf diese zugelassen, das ist ein Plus von 10,9 Prozent. Auch die Eigenzulassungen der Hersteller und Händler befeuerten den guten Transporter-Absatz. Die Hersteller ließen 12,9 Prozent mehr Fahrzeuge zu, und die Händler sogar 13,2 Prozent. Die Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen auf Privatkunden ist vergleichbar gering, hier wurden 5.488 Einheiten zugelassen. Die Neuzulassungen von Privatkäufern machen hier nur rund 18 Prozent aus.