Erfolgsgeschichte Dacia
2014-09-08 11:53:31

Verkaufen Dacia LoganDacia wirbt mit dem Werbespruch „Das Statussymbol für alle, die kein Statussymbol brauchen“ und hat damit offensichtlich großen Erfolg. Mittlerweile ist die Rumänisch-Französische Kooperation zwischen Dacia und Renault zum Vorzeigemodell Billigauto geworden. Viele andere renommierte Autobauer probieren es der Konkurrenz gleichzutun, jedoch bislang ohne nennbaren Effekt. Was steckt genau hinter der Erfolgsgeschichte von Dacia, die vor ungefähr 10 Jahren begann?

10 Jahre Dacia

Gebrauchter Dacia LoganVor zehn Jahren kam das erste Modell der Rumänen auf den Markt und  leitete eine regelrechte Zeitwende in der Automobilindustrie ein. Es ist nicht vermessen zu behaupten, dass Dacia die Autoindustrie revolutioniert hat. Der Name Dacia stammt aus der Historie Rumäniens, damals bekannt als römische Provinz Dakien, lateinisch Dacia. Seit 1999 gehört der Autobauer Dacia zum französischen Renault. Den eigentlichen Start der Marke Dacia sollte man aber erst im Jahr 2004 ansiedeln. In diesem Jahr wurde der Logan eingeführt.

Der Dacia Logan, damals als 5.000 Euro Auto für osteuropäische Märkte geplant, stieß auch mit dem Preis von 7.200 Euro als preisgünstiges, robustes und freizügiges Fahrzeug in Westeuropa auf viel Nachfrage. Mit der unschlagbaren Kombination aus niedrigem Preis und großzügigem Raumangebot punktet Dacia. Die schlichten Billig-Autos fanden weltweit reißenden Absatz. Dabei war das als revolutionär bezeichnete Auto so unscheinbar und unspektakulär, wie es nur sein konnte. Die eher konservative Stufenhecklimousine im Kleinwagenformat basiert auf der Technik des alten Renault Clio.

Mit Stolz blickt man bei Dacia darauf zurück, dass seit dem Neustart in 2004 bereits mehr als eine Millionen Autos verkauft wurden. Zu diesem Erfolg beigetragen haben vor allem der Dacia Logan, sowie der Kombi MCV, die Nutzfahrzeug-Ausführung Express, ein Pickup und der Dacia Sandero. Mittlerweile wird nicht nur im Heimatland Rumänien produziert, sondern auch in Russland, Indien, Marokko, Kolumbien und Iran.

Mit Skepsis betrachtet – Mit Erfolg überzeugt

Im Einführungsjahr wurde der Wettbewerber Dacia aus Osteuropa noch mit Skepsis betrachtet. In der Basisversion war der Dacia Logan für 7.200 Euro unschlagbar günstig im Preis. Zu so einem günstigen Preis war schon lange kein Neuwagen mehr zu kaufen. Zwar kam der Dacia in der Basisversion ohne Radio, Klimaanlage, Servolenkung und ESP aber hatte keine nennenswerten Sicherheitsmängel, den Elchtest bestand der Dacia Logan.

Mit Einführung des Kombi MCV in 2006 wurde das Kaufinteresse der Deutschen geweckt, der Absatz verachtfachte sich. Drei Jahre später gelang dann der endgültige Durchbruch von Dacia. Durch die Abwrackprämie stieg die Nachfrage nach billigen Neuwagen rasant an. Mit dem Modell Dacia Sandero hatten die Rumänen genau das richtige Auto parat. 2009 bescherte das moderne Schrägheckmodell Dacia über 82.000 Verkäufe und somit ein riesiges Plus von 232 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Billigmarke Dacia hat sich auf dem deutschen Premiumautomarkt etabliert. Neue Kunden konnte Dacia vor allem mit den neuen Modellen, wie SUV Duster, Lodgy und Dokker gewinnen. Im Jahr 2014 setzt sich das Wachstum von Dacia weiter fort, mit einem Marktanteil von 1,7 Prozent liegen die Rumänen noch vor renommierten Marken, wie Mini und Volvo und nur knapp hinter Citroën und Kia. Die Billigmarke Dacia hat sich somit in den letzten zehn Jahren bei uns Respekt verschafft und trat sogar weltweit einen Eroberungszug an. In Schwellenländern scheint man auf den Billig-Autobauer nur gewartet zu haben.

Renommierte Autobauer probieren Dacia zu kopieren

Die Erfolgsgeschichte von Dacia begann 2003 mit einer Vision des damaligen Renault-Vorstandschef Schweitzer. Der Plan, ein Auto für 5.000 Euro für die aufstrebenden Schwellenländern zu bauen. Vor allem modern, robust und zuverlässig sollte es sein. Auf viel Schnickschnack sollte verzichtet werden. Der Zeitpunkt der Markeinführung des Billig-Renault war denkbar günstig. Immer mehr gut verdienende Menschen verzichteten auf Luxus und entschieden sich für günstige Alternativen. Die Erfolgsgeschichte von Dacia beginnt zeitgleich mit denen von Billig-Fluggesellschaften und Lebensmitteldiscountern. Kein Zufall also.

Dacia Sandero verkaufenMit Hilfe der bereits bestehenden Renault Clio Technik, hatte man für den Dacia Logan eine effiziente Plattformstrategie entwickelt. Als Resultat sparte man erheblich im Bereich der Entwicklungskosten. Noch heute bauen die neuen Modelle von Dacia, wie Sandero oder Dokker auf die alte Plattform auf. Bereits vor zehn Jahren praktizierten Dacia und Renault also das, was im Jahr 2014 bei Volkswagen als große Innovation gefeiert wird, der Modulare Querbaukasten. Allerdings praktiziert die Rumänisch-Französische Kooperation dies mit weitaus weniger Aufwand und damit mit viel mehr Gewinn. Die Synergien im Vertriebssystem helfen weiter beim Kostensparen und die Gewinne zu maximieren, Dacia kann auf das erfolgreiche und umfangreiche Vertriebs- und Vermarktungssystem von Renault vertrauen. Die klare Modell- und Preispolitik sind ein weiterer Vorteil von Dacia. Es gibt sieben klar ausgewiesene Modellreihen, Rabatte gibt es generell keine.

Die Modelle von Dacia bilden in den Schwellenländern die Grundlage für das Wachstum von Renault. Heutzutage sind beinahe 30 Prozent aller verkauften Renault im Prinzip Fahrzeuge unter Dacia. Der Erfolg von Dacia hat zu einem Umdenken in der Autobranche geführt. Die Konkurrenz will nachziehen. Allerdings bislang noch nicht mit nennenswertem Erfolg. Die deutschen Autobauer probieren das Prinzip Renault/Dacia zu kopieren, jedoch ist es bislang noch zu keiner Zusammenarbeit gekommen. Opel dachte über die Produktion eines einfachen Autos basierend auf einfachster Corsa-Technik am ehemaligen Standort der Ostmarke Wartburg nach. Konkret wurde hier aber nichts. Genau das gleiche bei Volkswagen. Hier war man in Verhandlung mit Suzuki, aber auch diese Kooperation ist nichts geworden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die deutschen, renommierten Autobauer dieser Entwicklung in Richtung Billig-Autos nähern.

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