EU Automarkt – Aufwärtstrend hält an
2014-10-21 09:00:17

EU AutomarktDer EU Automarkt wächst im dreizehnten Monat in Folge. Auch im September legt der europäische Automarkt weiter zu. Im neunten Monat des Jahres wurden rund 1,2 Millionen Pkw neu zugelassen. Das sind 6,4 Prozent mehr Fahrzeug-Neuzulassungen als vor einem Jahr.

Der Europäische Herstellerverband ACEA gab die Zahlen am Freitag bekannt. Nicht nur der Gesamtmarkt konnte zulegen, auch alle Schlüsselmärkte waren im September im Plus. Im August lag das Plus noch bei nur 2,1 Prozent. Der September gilt als erster Monat nach der Sommerpause, der oft gute Verkaufszahlen kennt. Auch dieses Jahr hat es sich wieder bewahrheitet.

13. Wachstumsmonat in Folge für EU Automarkt

Volkswagen verkaufenSeptember 2014 ist bereits der 13. Monat in Folge, in dem der EU Automarkt zulegt und wächst. Im September verkauften die Hersteller in allen größeren Märkten mehr Autos. Das größte Wachstum fand in Spanien und Frankreich statt. In Spanien stiegen die Pkw-Neuzulassungen um 26,2 Prozent. Das Wachstum in den anderen europäischen Ländern war nicht ganz so stark. Frankreichs Automarkt wuchs um 6,3 Prozent. Großbritanniens Autoverkäufe stiegen um 5,6 Prozent und war damit auch der größte EU Automarkt in absoluten Zahlen. 425.861 Neuzulassungen wurden in Großbritannien registriert, das sind ungefähr ein Drittel aller Neuzulassungen auf dem gesamten EU Automarkt. Deutschland legte mit 5,2 Prozent nur unter dem Durchschnitt zu, hier wurden 260.062 Neuwagen verkauft. Von den größeren Absatzmärkten schnitt nur noch Italien schlechter ab. Das Wachstum lag im Süden Europas nur bei einem Plus von 3,3 Prozent.

Es gab auch Länder, in denen der Verkauf von Neuwagen im September abnahm. So wurden in den Niederlanden 3,8 Prozent weniger Autos verkauft. Einen noch größeren Rückgang gab es in Norwegen, hier gab es einen Rückgang von 4,8 Prozent.

Neuzulassungen in den ersten neun Monaten

Aus den vom Branchenverband ACEA publizierten Zulassungszahlen wird deutlich, dass der EU Automarkt in den ersten drei Quartalen von diesem Jahr mit 6,1 Prozent gewachsen ist. Der Verkauf von Neuwagen stieg von 9.023.451 Stück in den ersten neun Monaten des letzten Jahres auf 9.572.259 verkaufte Exemplare bis einschließlich September 2014 an. Vor allem Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten einen positiven Einfluss auf die Anzahl der neuzugelassenen Fahrzeuge im EU Automarkt. In Deutschland wurden bereits 2,28 Millionen Neuwagen verkauft, in Frankreich 1,33 Millionen und in Großbritannien 1,95 Millionen Autos.

Volkswagen weiterhin Nr. 1

Auch im September dominierte Volkswagen den EU Automarkt. Zum wiederholten Male verkaufte VW die meisten Autos. Die Wolfsburger verkauften im neunten Monat 142.171 Neuwagen. Damit erreicht der VW-Konzern einen Marktanteil von 23,5 Prozent. Die bestverkaufte Marke aus dem Hause VW ist dann auch Volkswagen, der Marktanteil lag bei 11,5 Prozent. Stärkster Verfolger bleibt Ford mit einem Marktanteil von 8,2 Prozent. Im September konnte Opel/Vauxhall weiter aufholen und verkaufte 91.989 Autos, das entspricht einem Marktanteil von 7,4 Prozent, und sicherte sich damit Platz drei. Opel war auch der Autohersteller, der starke Zuwächse verzeichnen konnte.

Unter den französischen Marken lag Renault auf dem ersten Platz im EU Automarkt. Der Marktanteil stieg um 6,3 Prozent mit 77.585 verkauften Autos. Auf Platz 2 und 3 lagen Peugeot mit 5,9 Prozent und Citroën mit 4,4 Prozent. Hintern den Franzosen reihen sich die Autohersteller, wie folgt ein: Fiat mit 4,2 Prozent Marktanteil, Nissan und Skoda mit jeweils 4,1 Prozent. Toyota, in der letzten Woche noch als wertvollste Automarkte weltweit ausgerufen, erreichte im September einen Marktanteil von 4 Prozent im EU Automarkt. Hinter den erfolgreichen Japanern folgen Seat mit 2,2 Prozent, Dacia mit 2,1 Prozent, Hyundai mit 3,6 Prozent und Kia mit 2,9 Prozent.

Und die deutschen Premium-Marken? In Deutschland zog Mercedes im September an Rivale Audi vorbei. Spitzenreiter bleibt aber in Deutschland weiterhin BMW. Über den gesamten EU Automarkt gesehen verkaufte BMW aber weniger Fahrzeuge und musste ein Minus von 1 Prozent hinnehmen. Daimler, Mutter von Mercedes, legte dahingegen insgesamt um 5,2 Prozent zu. Die deutschen Premium-Marken, BMW, Audi und Mercedes, kamen allesamt auf jeweils 5,4 Prozent Marktanteil im EU Automarkt.