Europäer kaufen noch mehr Neuwagen
2015-03-24 09:00:23

Neuwagen verkaufenNicht nur die Autoverkäufe in Deutschland liegen im Plus - in ganz Europa werden wieder mehr Neuwagen verkauft. Die Hersteller haben allen Grund zur Freude, nach einigen Jahren Flaute erleben sie nun wieder eine zunehmende Kauflust der Europäer. Vor allem deutsche Autobauer profitieren von der gestiegenen Kauflaune.

In Europa stiegen die Verkaufszahlen um stolze 7,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das haben wir in erster Linie den Italiener und Spaniern zu verdanken. Nach Jahren der Krise ist dort endlich wieder Licht am Ende des Tunnels. Und durch diesen Tunnel fährt es sich natürlich am besten mit einem Neuwagen. Der Start ins europäische Automobiljahr ist vielversprechend.

Europäer in Auto-Kauf-Laune

Gebrauchtwagen verkaufenEs scheint, dass 2015 für viele Europäer auch den Wunsch nach einem Neuwagen mit sich gebracht hat. Das neue Jahr ist nun schon ein paar Monate alt und die Automobilproduzenten haben allen Grund zur Freude. Insgesamt verkauften die Pkw-Hersteller 924.440 fabrikneue Exemplare. Damit erreichen die Neuzulassungen ein sattes Plus von 7 Prozent im Vergleich zu Februar 2014.

Bedanken dürfen sich die Autobauer besonders bei den Spaniern. Die Verkaufszahlen der Neuwagen in Spanien stiegen um nicht weniger als 26,1 Prozent. Auf Platz 2 der kauflustigsten Europäer finden sich die Italiener – hier stiegen die Neuzulassungen um 13,2 Prozent. Knapp dahinter: Großbritannien mit einem Anstieg von 12 Prozent. Doch auch die Deutschen müssen sich nicht verstecken. Wir kauften immerhin 6,6 Prozent mehr Fahrzeuge im Februar 2015. Auch Frankreich konnte, wenn auch kleinere, Zuwächse verbuchen – hier stiegen die Zulassungszahlen mit 4,5 Prozent.

Europa will Mini

Doch welche Automarken profitieren von der Kauflaune der Europäer? Die Käufer entscheiden sich immer häufiger für die kultigen Autos von Mini. Ganze 33,2 Prozent Verkaufszuwachs erreichen die Briten im Februar 2015. Den zweiten Platz auf der Liste der größten Zuwächse nehmen die Japaner von Nissan ein. Nissan verkauft 28,8 Prozent mehr Autos als noch im Vorjahreszeitraum. Dahinter folgt bereits die Marke aus dem Land, in dem die Verkäufe besonders zunahmen: Seat. 23,1 Prozent mehr Verkäufe realisierten die Spanier, ob im eigenen Land oder auch in anderen europäischen Ländern – die Modelle von Seat finden 2015 viele Käufer. Auch deutsche Hersteller profitieren von den gestiegenen Neuwagenverkäufen. BMW legt um 13,7 Prozent zu und Volkswagen verkauft 13 Prozent mehr Autos.

Doch nicht nur die klassischen Volumenhersteller können 2015 punkten. Auch kleinere Automarken, wie Jeep, Mitsubishi, Smart und Lexus konnten mehr neue Wagen an die Europäer verkaufen. Jeep durfte sich um einen Anstieg von 200 Prozent freuen. Mitsubishi gute 47,1 Prozent, Smart 44,9 Prozent und Lexus 35,6 Prozent.

Nicht für alle Automarken Grund zur Freude

Doch nicht alle Autofabrikaten konnten von den angestiegenen Verkaufszahlen profitieren. So manch ein Hersteller musste gar Verluste hinnehmen. Die Japaner von Honda sahen ihre Neuwagenverkäufe um 6 Prozent sinken. Und auch Suzuki verkaufte weniger Autos – 7,8 Prozent. Die größten Einbußen musste Chevrolet hinnehmen, hier sanken die Verkäufe mit 98 Prozent. Allerdings ist das keine große Überraschung und auch kein Grund zur Sorge. Der Hersteller verlässt Europa – das Verkaufsgebiet wird der GM-Schwester Opel überlassen.

Bei Volkswagen knallen die Korken

Die Erfolgsmeldungen für Volkswagen reißen nicht ab. Bei den Europäern sind die Wolfsburger auch 2014 wieder die meistverkaufte Marke. Golf, Polo, Touran und Co erfreuen sich in von Sizilien bis Stockholm großer Beliebtheit. Mit 254.700 verkaufte Neuwagen verzeichnete VW, damit beherrschen sie mehr als ein Viertel des Gesamtmarktes.