Die Geschichte eines Autoherstellers, Ferdinand Porsche
2014-02-04 09:00:19

Ferdinand Porsche
Ferdinand Porsche, ein der legendären Autoherstellern Deutschlands. Bekannt ist welche Autos er gebaut hat, aber wie wurde die Porsche Firma gegründet. Auch gibt es viel Wissenswertes über Ferdinand Porsche, was eigentlich jeder wissen muss. Eine interessante zweite Geschichte in unserer Reihe: „Die Geschichte eines Autoherstellers“, diesmal Ferdinand Porsche.

Oldtimer PorscheDas Kind Ferdinand Porsche

Am 3 September 1875 wurde Ferdinand Porsche in Maffersdorfen in Böhmen (heute: Vratislavice nad Nisou), damit wurde er in dem ehemaligen Österreich-Ungarn geboren. Er war das dritte Kind von der Familie von Anton Porsche. Schon in seiner Jugend zeigte er ein außergewöhnliches Talent für Technik.
Nach der Volksschule besuchte er in Abendkursen die Reichenberger Staatsgewerbeschule, in heutigen Liberec. Tagsüber machte er eine Lehre bei seinem Vater. Neben ein paar theoretischen Vorlesungen an der heutigen Technischen Universität Wien besuchte er keine höhere Lehranstalt.
Im Jahr 1903 heiratete Ferdinand Porsche Aloisia Johanna Kaes. Schon ein Jahr später bekamen sie das erste Kind, die Tochter Louise. Wieder fünf Jahre später wurde sein Sohn und Nachfolger Ferry Porsche geboren.

Aufstieg in der Autowelt

Schon mit 18 Jahren arbeitete er als Mechaniker bei der Vereinigten Elektrizitäts-AG Béla Egger in Wien. Schon nach vier Jahre promovierte er dort zum Leiter der Prüfabteilung. 1899 baute er das erste Hybridfahrzeug und Allradfahrzeug der Welt, den Lohner-Porsche. Dieser Wagen baute Porsche zusammen mit Ludwig Lohner. Die Lohner-Werke waren der Hoflieferant der k.u.k. Monarchie Österreich-Ungarns.
PorscheDa die Forschungen von Ferdinand Porsche für Ludwig Lohner zu teuer geworden waren, stieg Porsche aus dieser Firma. Dank die Lohner-Porsche Konstruktion, welche unter anderem auf der Pariser Weltausstellung präsentiert wurde, einen guten Ruf als Erfinder und Konstrukteur gemacht.
Daher bekam Ferdinand Porsche eine Position als Entwicklungs- und Produktionsleiter bei Austro-Daimler, Österreichische Daimler-Motoren-Gesellschaft, in Wien. Dort entwickelte Porsche Personenfahrzeugen, Flugmotoren und Sportwagen. Im Ersten Weltkrieg war er für Österreich-Ungarn verantwortlich für die Rüstungsbau. Für seine Verdienste im Ersten Weltkrieg erhielt er den Ehrendoktortitel an der TH Wien und das Offizierskreuz Franz-Josep-Ordens. Im Jahr 1923 verließ er Austro-Daimler, da er dort zu wenig finanziellen Möglichkeiten für die Entwicklung eines Sportwagens bekam.

Umzug nach Stuttgart

Da er in Österreich zu wenig finanziellen Freiheit bekam, ging er mit seiner Familie nach Stuttgart, dort arbeitete er als Leiter der Konstruktionsbüros und Vorstandsmitglied der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Im gleichen Jahr ließ er sich eine Villa bauen, in dieser Villa baute Ferdinand Porsche auch die ersten Prototypen des KdF-Wagens, ein Projekt der Nazi-Organisation Kraft durch Freude. Dieses Auto sollte mit einem Preis von 990 Reichsmark (umgerechnet 4000 Euro) für jedermann erschwinglich sein.
Am 1. Juli 1938 wurde für diesen Megaprojekt eine neue Stadt mit Namen „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ gegründet. Heutzutage ist diese Stadt bekannt unter den Namen Wolfsburg. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, wurde die Herstellung des KdF-Wagens zugunsten von Rüstungsgütern zurückgestellt. Kein ziviler Deutscher erhielt ein KdF-Wagen, jedoch wurde 630 dieser Wagen gebaut, welche aber alle an das Deutsche Afrikakorps, die Luftwaffe, zivile Dienststellen abgegeben, später auch an die britischen Besetzungsmacht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde „die Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ in Wolfsburg umbenannt und unter Leitung der Besetzungsmachten begann das Volkswagenwerk mit der Serienproduktion des später VW Käfer.

Gründung der Porsche GmbH

Bevor es zu der Entwicklung des VW Käfer kam, musste erst noch die Porsche GmbH gegründet worden. Am 1. Dezember 1930 machte Ferdinand Porsche sich selbständig und gründete die „Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH, Konstruktion und Beratung für Motoren und Fahrzeuge“. Sein Kaufmann Adolf Rosenberger sorgte dafür, dass Ferdinand Porsche nicht zu viel Geld an teuren Konstruktionen ausgab, und dass das Porsche Büro die Anfangszeit überstand.
Zudem konnte das Büro überstehen, da es immer neue Design- und Konstruktionsaufträge von der Volkswagenwerk GmbH, wo Ferdinand Porsche, selber Vorstandsmitglied war. In dieser Zeit wurde die ganze Familie Inhaber von der Porsche GmbH. Sein Sohn bekam 15 Prozent der Anteile, Seine Tochter 5 Prozent und sein Schwiegersohn 10 Prozent.

Ferdinand Porsche im Zweiten Weltkrieg

Bis 1934 hatte Ferdinand Porsche die tschechoslowakische Staatsangehörigkeit, auf Drängen Hitlers hatte er diese abgegeben und die deutsche angenommen. Im Jahr 1937 wurde er Mitglied der NSDAP und befürwortete Ferdinand Porsche den Anschluss mit Österreich. Im Januar 1942 wurde Ferdinand Porsche sogar SS-Oberführer, obwohl er jedoch bei allen Anlässen in zivil gekleidet war.
Seit 1939 engagierte Porsche sich sehr stark in der Kriegsindustrie. Porsche liebte teure Konstruktionen und deswegen nutzte er alle Mittel, welche im durch die NS-Diktatur angeboten wurde. Er nutzte als einer der ersten Wirtschaftsführer der NS-Diktatur sowjetische Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter. Er bestellte sogar KZ-Häftlinge bei Hitler selbst.
Als deutlich wurde, dass Deutschland den Krieg nicht gewinnen wird, zog Ferdinand Porsche mit seinem Sohn, Schwiegersohn, Tochter und Enkelkinder nach das Schüttgut. Hier war die Familie von Porsche in Sicherheit, während des Zweiten Weltkriegs. Bis heute ist dieses Gutshof der Stammsitz der Familie Porsche und Piëch.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er in Frankreich verhaftet, 22 Monaten verbrachten Ferdinand Porsche und Anton Piëch in französischen Gefängnissen. Nach Zahlung einer Kaution wurden sie entlassen. Der Sohn von Ferdinand, Ferry Porsche, hatte dann sein erstes Fahrzeug entwickelt, der Porsche 356. Ferdinand antwortete nach Betrachtung dieses Wagens mit: „Keine Schraube hätte ich anders gemacht.“
Das Volkswagenwerk war nie in Hände Porsches, jedoch war Porsche immer mit der Bau des Käfers verbunden und für die Bau des Käfers müssten viele Patente Porsches genutzt werden. Dafür enthielt Porsche erst Mal 0,1 Prozent Lizenzgebühr auf jeden verkauften Käfer, ungefähr 5 DM. Schon bald wurde dieser Lizenzgebühr auf 1 Prozent erhöht. Für die Hilfe der Weiterentwicklung des Käfers bekam Ferdinand Porsche ein monatliches Gehalt von 40 000 DM und die Alleinvertretung von Volkswagen in Österreich. Damals verdiente der Ottonormalverbraucher 230 DM. Aber dieses Gehalt bildete die finanzielle Möglichkeit der Ausbau des Stuttgarter Autowerk Dr. Ing. h.c. F. Porsche KG.

Die letzten Jahre

Bis zu seinem Tod leitete Ferdinand Porsche das Autowerk in Stuttgart. Auch konnte er in seinen letzten Lebensjahren noch den Riesenerfolg von dem Käfer miterleben, welcher zum meistgebauten Auto der Welt wurde und wovon die Produktion erst im Jahr 2003 eingestellt wurde. Im Jahr 1951 starb Ferdinand Porsche in Stuttgart im Alter von 76 Jahre.
Auch seine Kinder haben Erfolg in der Autowelt. Sein Sohn übernahm das Unternehmen Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, heutzutage einer der bekanntesten Hersteller von Sportwagen und Luxusgeländewagen. Seine Tochter, Louise Piëch leitete die Porsche Holding GmbH in Salzburg, die die Alleinvertretungsrecht in Österreich besitzt. Sein Enkel entwarf den weltberühmten, und begehrten Porsche 911. Und auch andere Enkel hatten Führungspositionen bei Porsche oder Volkswagen. Damit ist bis heute die ganze Familie mit Volkswagen und Porsche verbunden.

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Die Geschichte dieses Autoherstellers ist sehr interessant, vor allem da er sehr interessante Autos gebaut hat. Der Käfer, aber auch die Autos, welche in der Porsche Holding gebaut wurden, wie zum Beispiel, der Porsche 911, gehören zu den Klassikern. Wollen Sie auch so ein Auto fahren, dann müssen Sie zuerst Ihr altes Auto verkaufen. Oder vielleicht fahren Sie einen Porsche und möchten Sie Ihren Porsche verkaufen.
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