Aufgepasst! Ferienzeit ist Stauzeit!
2015-07-16 17:55:11

Den Urlaub mit Stau beginnen? Lieber nicht!Die Hälfte der deutschen Bundesländer hat bereits Ferien – und bis zum 1. August schließen sich die übrigen an. Für viele Deutsche geht es in diesen Wochen in den lang ersehnten Sommerurlaub. Doch wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich vor dem schwarzen Samstag, Baustellen und Co. in Acht nehmen. Und ein paar wichtige Tipps beachten. Dann verläuft der Start in den wohlverdienten Urlaub ohne Stress.

Endlos-Staus und Vollsperrungen

RückstauIn den Sommermonaten ist ganz Europa auf Achse. Wir sind dann alle auf der Suche nach Sommer, Sonne, Strand und Erholung. Was ist auch schöner, als zwei Wochen in der südeuropäischen Sonne zu brutzeln und einfach mal gar nichts zu tun? Egal, welchen Traumurlaub Du dieses Jahr anstrebst - sei gewarnt. Bis zum ultimativen Entspannungsmoment steht Dir wahrscheinlich eine lange Autofahrt bevor.

Als deutscher Autourlauber kommst Du natürlich nicht darum herum, Deine Reise auf den deutschen Straßen zu starten. Hier tummeln sich nicht nur deutsche Ferienreisende, sondern auch viele Skandinavier, Niederländer und andere Nachbarn auf dem Weg zum Zielort.

Vor allem rund um Hamburg und München kannst Du darauf setzen, dass es voll sein wird. Die Fernstraßen zur Nord- und Ostsee - aber auch die Routen nach Italien sind anfällig für Staus: wie die A 93, A 95, A 96 und A 99.

Und dann kommt erschwerend noch hinzu, dass auf vielen Autobahnen dieses Jahr gebaut wird. Die Liste zieht sich über die A 1 bis hin zur A 96. Natürlich – wir alle wollen gut befahrbare Straßen. Aber dank Vollsperrungen zieht sich die Fahrt über die A 261 vom Buchholzer Dreieck bis zum Dreieck Hamburg-Südwest, die A 560 zwischen Siegburg und Dreieck Sankt Augustin-West sowie die A 40 zwischen Bochum-Wattenscheid-West und Essen-Huttrop besonders lange hin.

Sagenumwobener „schwarzer Samstag“

Zäher VerkehrIn Deutschland ist es während der Ferienzeit besonders zu diesen Zeiten voll auf den Straßen: Freitags zwischen 14 und 19 Uhr, samstags zwischen 11 und 18 Uhr und sonntags zwischen 14 und 20 Uhr. Vermeide diese Stoßzeiten und fahr unter der Woche zu Deinem Urlaubsort. Während der Ferien ist wochentags logischerweise weniger los – es fährt sich einfach entspannter.

Bei unseren französischen Nachbarn gibt es im Sommer sogar einen sagenumwobenen „schwarzen Samstag“. Dieses Jahr fällt er auf den 1. August. Wer kann, der vermeidet Frankreich an diesem Tag. Ansonsten warten stundenlange Horror-Staus und hohe Außentemperaturen auf Dich.

Der Name „schwarzer Samstag“ stammt übrigens von einem schweren Verkehrsunglück am 31. Juli 1982. Damals gab es einen großen Unfall bei starkem Ferienverkehr zwischen einem Bus mit Kindern und mehreren Autos. Die traurige Bilanz: 53 Tote. Seitdem wird in Frankreich ein Samstag als schwarz oder "noir" umschrieben, wenn es ein hohes Verkehrsaufkommen gibt.

Du bist in Frankreich unterwegs? Dann geben wir Dir einen Tipp mit: Um die langen Rückstaus an den Mautstellen zu umgehen, kannst Du auch von der Autobahn abfahren und alternativen Routen folgen. Diese werden von gelben Verkehrsschildern mit der Aufschrift "bis" oder "itinéaire bis" anzeigt. Diese Umleitungen sind zwar länger, meistens aber frei von Staus.

Du stehst im Stau?

40 Prozent aller Menschen fahren unvorbereitet in den Urlaub. Gerade beim Reisen mit dem eigenen Pkw kann das folgenschwer sein. Wir haben ein paar Tipps für Dich, falls Du doch im Ferien-Stau landest.

  1. Bereite Dich auf die Strecke vor

Einfach das Ziel ins Navi eintippen. Mag bei leeren Autobahnen ohne Probleme klappen. Doch sobald es in zähflüssigen Verkehr oder Stau übergeht, weißt Du nicht mehr als jeder andere in der Blechkolonne. Natürlich kannst Du der Herde folgen und Dich Meter für Meter langsam dem Ziel nähern – denn auch der Rest folgt den Tipps von Navis und Smartphone-Apps zur Stauumfahrung. Mit ein wenig Vorbereitung bist Du allerdings viel cleverer als der Rest – und Du liegst als erster am Strand.

  1. Nicht die Fahrbahn wechseln

Natürlich – die andere Fahrbahn kommt viel schneller voran. Dir kitzelt es in den Füßen und Du willst die Spur wechseln? Lass es lieber sein. Dass die anderen viel schneller sind, erscheint meistens nur so. Und durch ein ständiges Wechseln der Fahrbahn erhöhst Du nur Deine Chancen auf ein Unglück.

  1. Lecker snacken

Die Vorbereitungen für die Autoreise sind meistens hektisch – vor allem wenn Kinder mit im Spiel sind. Nicht vergessen, gut essen. Nur wer gestärkt, satt und zufrieden die Reise antritt, übersteht sie ohne Probleme. Am besten isst Du eine leichte Mahlzeit, die Deinen Magen nicht zu sehr belastet. Und auch ein wenig Verpflegung sollte im Auto mit dabei sein. Von schwerer Kost lässt Du lieber die Finger. Die macht nur müde.

  1. Werde eine Nachteule

Nachts fährt es sich entspannter. Deine Mitfahrer – ob nun Kind oder Hund – schlafen, zudem leere Straßen und angenehme Temperaturen. Wenn du kein geborener Frühaufsteher bist, dann sorg extra gut dafür in der Nacht vor der Abfahrt, genug Schlaf zu bekommen.

  1. Beine vertreten

Lege regelmäßig eine Pause ein. Glaub uns – auch wenn Du schnell am Strand liegen willst. Alle zwei Stunden für zwanzig Minuten die Beine vertreten, frische Luft atmen. Den Kindern Auslauf gönnen. Besonders gut eignen sich für die Kleinen Raststätten mit Spielplätzen.

Mit diesen Tipps solltest Du entspannt in die Ferien starten – auch bei vollen Straßen. Hast Du noch andere Tricks? Teil sie dann mit uns in den Kommentaren.