Ford wird Fahrradhersteller
2015-03-13 09:00:20

Ford verkaufenMit Ford ist der nächste Autohersteller auf Abwegen unterwegs. Dass sich Autobauer aus ihrem gewohnten Umfeld herauswagen und nicht mehr nur Pkw produzieren, ist ein Trend, den wir schon länger beobachten können. Ford präsentierte sich jetzt auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona als Fahrradhersteller.

Als einer der ältesten Autoproduzenten der Welt ist Ford über alle Kontinente bekannt. Jetzt setzen sich die Amerikaner auch mit moderner Mobilität auseinander. In Barcelona wurden die Elektro-Fahrräder MoDe:Me und MoDe:Pro vorgestellt.

Ford setzt auf moderne Mobilität

Viele Autohersteller bieten bereits in ihrem Zubehörprogramm Fahrräder und auch E-Bikes an, jetzt reiht sich auch Ford ein. Die Amerikaner haben gut über die Zukunft der Mobilität nachgedacht und sind zu folgenden Ergebnis gekommen.

Für alle Strecken, die man mit dem Auto nur schwer oder gar nicht zurücklegen kann, bietet Ford in der Zukunft E-Räder an. Die Idee hinter dem MoDe:Me ist, dass Pendler das Auto am Stadtrand stehen lassen können. Die letzten Kilometer zum Arbeitsplatz werden auf dem Fahrrad zurückgelegt. Das Klapp-Rad passt in den Kofferraum der meisten Ford-Modelle. Neben dem klappbaren E-Rad für Berufspendler gibt es auch ein Angebot vor allem für gewerbliche Kunden, das MoDe:Pro.

Das MoDe:Pro ist das zweite Ford E-Bike, es richtet sich an Lieferdienste (Fast Food und Co.) und andere gewerbliche Kunden. Diese Variante ist etwas größer und kann in einem Transporter gut aufbewahrt werden. Kuriere können somit sowohl auf vier als auch auf zwei Rädern zum Ziel kommen.

Praktisch und umweltfreundlich

Dass Fahrräder umweltfreundlich sind, ist keine große Neuigkeit. Die Kombination, in der Ford nun die E-Zweiräder anbietet, ist allerdings nicht nur schonend für die Umwelt, sondern auch noch praktisch. Auf diese Weise sparen wir nicht nur Benzin, gleichzeitig umgehen wir auch dichten Verkehr. Diese Innovation hat das Potenzial in vielen überfüllten Weltmetropolen, Verkehrsprobleme zu lösen.

Beide Varianten lassen sich per App bedienen, die Navigation ist in den Lenker eingebaut und gibt mit Hilfe von Vibration den Weg an. Und auch den Blinker setzt das intelligente Fahrrad automatisch. In diesen Videos sehen Sie die Funktionalitäten der beiden E-Bikes.

Autohersteller auf Abwegen

Ford ist mit seinen Zweirädern noch auf der Straße unterwegs und integriert diese in die eigenen Fahrzeuge. Andere Autohersteller sind als Helikopter, U-Bahn und Jacht Produzenten unterwegs.

Die Designer von BMW haben für die von Siemens erdachte Warschauer Metro das Styling ausgearbeitet. Das ist nicht der erste Ausflug für die BMW-Designer, auch das Innenleben von Charterflugzeugen und Stretch-Limousinen ist aus ihrer Feder entsprungen. Das Gleiche gilt für einen anderen deutschen Premium-Hersteller. Auch die Mercedes-Designer haben sich schon auf Abwegen bewegt. Die Stuttgarter designten einen luxuriösen Hubschrauber für das Unternehmen Eurocopter.

Was viele nicht wissen, japanische Autobauer wie Honda oder Suzuki produzieren bereits seit Jahrzehnten Außenbordmotoren für Wasserfahrzeuge. Und auch Aufsitzmäher und Quads gehören neben den wohl bekannteren Motorrädern zur Produktpalette. Doch auch der deutsche Volumenhersteller Volkswagen hat eine Marine-Sparte. Nach eigenen Angaben ist VW führender Hersteller von Diesel-Marinemotoren bis 258 kW / 350 PS.

Auch wenn die Designer von Audi schon einmal Ski und Espressomaschinen entwerfen durften, bleibt das Hauptaugenmerk auf dem Auto. Auch bei Ford werden die elektronischen Fahrräder wohl erstmal in enger Verbindung mit dem Pkw bleiben.