General Motors investiert in China
2014-11-09 09:00:25

Buick verkaufenGeneral Motors erwartet, dass in der Zukunft noch mehr Autos in China verkauft werden als jetzt schon. Aus diesem Grund setzt der amerikanische Autobauer alles auf den chinesischen Markt und investiert Milliarden.
GM wird in den kommenden Monaten 14 Milliarden Dollar in China investieren, unter anderem für den Bau von fünf neuen Fabriken. Im letzten Jahr verkaufte der Autohersteller erstmals mehr Autos in China als auf dem Heimatmarkt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass General Motors nun China als wichtigen Markt sieht, um wieder gewinnbringend zu werden.

Chinesen wechselbereit

Für General Motors ist es notwendig, um in China zu investieren, vor allem weil die Verkaufsresultate in Europa weit hinter den Erwartungen zurück bleiben. Der amerikanische Konzern ist in Europa in einer schwierigen Situation, besonders da die Absatzzahlen sowie das Wachstum in Russland stagnieren. Obgleich die Verkaufszahlen in Europa schlecht sind, war das dritte Quartal von 2014 besser als erwartet. General Motors verkaufte vor allem in Nordamerika und China viele Fahrzeuge. Aus diesem Grund konnte der amerikanische Autobauer seine Gewinne im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppeln. Auch wird erwartet, dass das nächste Jahr entscheidend wird für den chinesischen Automarkt. Es wird eine wahre Schlacht der Autohersteller für wahrscheinlich gehalten.
China Automarkt
Laut einem Bericht der Boston Consulting Group ist es wahrscheinlich, dass drei Viertel der chinesischen Autobesitzer die Automarke wechseln werden. Hieraus wird ein Wettkampf zwischen den Autoherstellern entstehen. Bislang sind von den 90 Millionen Pkw in China ungefähr 56 Millionen von einer chinesischen Marke gefertigt. Ungefähr 50 Millionen von diesen Autobesitzern geben an, dass sie planen, eine andere Marke oder ein besseres Modell zu kaufen. Bislang waren die Werbestrategien ausgerichtet auf Erstkäufer von Autos. In der Zukunft werden diese Strategien vollkommen anderes ausgerichtete werden müssen. Auch wird erwartet, dass zukünftig mehr umweltfreundliche Autos verkauft werden müssen.
China plant den Automarkt zu regulieren, da die vielen Fahrzeuge eine große Belastung für die Umwelt sind. Fußgänger sind schon länger mit Mundschutz auf den Straßen unterwegs, da die Luftverschmutzung mittlerweile solche Ausmaße angenommen hat, dass die Luft fast nicht mehr einzuatmen ist. Jedes Jahr wird nur eine bestimmte Anzahl neuer Nummernschilder ausgegeben, so dass wenigstens etwas reguliert wird und die Luftverschmutzung nicht ungebremst bleibt.

Joint Venture General Motors

Opel verkaufenGeneral Motors hat eine gute Ausgangsposition in China. Die Amerikaner waren einer der ersten westlichen Autobauer, die in China auch ein Zentrum für Forschung und Entwicklung aufgebaut haben, das sich speziell auf den chinesischen Markt fokussiert hat. Des Weiteren ist der amerikanische Autohersteller ein Joint Venture mit SAIC Motor und Liuzhou Wuling Motors Co. Ltd. eingegangen. Diese Kooperation, die unter der Abkürzung SGMW läuft, verkaufte letztes Jahr 3,1 Millionen Fahrzeuge. Das ist eine Rekordanzahl, die seit der Gründung im Jahr 2010 noch nicht erreicht wurde.
Gemeinsam mit den chinesischen Partnern verwaltet General Motors einige Fabriken, nun kommt er noch eine weitere hinzu. Von den fünf Fabriken, die geplant sind, wird im nächsten Jahr eine in der Stadt Chongqing gebaut. In dieser Fabrik sollen auf Jahrbasis 400.000 Fahrzeuge gebaut werden. General Motors investiert hier 6,6 Milliarden Yuen, das sind umgerechnet 816 Millionen Euro.

Erfolg für Wuling

Eine der Marken, die aus dem Joint-Venture von General Motors entstanden ist, ist Wuling. Im September wurde Wuling in der Liste der 50 wertvollsten Marken weltweit auf Platz 9 geführt. Das ist sogar noch ein Platz besser, als Mercedes mit Platz 10 erreichte. Wuling konnte ein Plus in den Verkäufen von 18,5 Prozent verbuchen, das sind 134.509 verkaufte Fahrzeuge. Mit diesen Zahlen überraschten die Chinesen jeden.
Insgesamt hat General Motors zwölf Marken sowie eine Zahl Joint Ventures unter seiner Verwaltung. Nicht weniger als 26 Plattformen sind nötig, um alle Modelle mit einer Basis zu versorgen. CEO Mary Barra hofft, dass die Anzahl in der Zukunft auf vier zurückgebracht werden kann. Mit weniger Plattformen sinken die Kosten und GM würde in China noch mehr Gewinne einfahren.