Honda kündigt Gewinnrückgang an
2014-11-05 09:00:57

Honda verkaufen

Honda geht davon aus, dass der Gewinn im laufenden Geschäftsjahr niedriger ausfällt, als noch vor einigen Monaten prognostiziert. Die Japaner senken ihre Gewinnprognose direkt nach einem guten Quartal. Zu schaffen machen den Japanern vor allem Steuererhöhungen im Heimatland.

Nachdem der amerikanische Autohersteller Ford bereits seine Gewinnerwartung angepasst hat, kündigt nun auch Honda einen Gewinnrückgang an. Obwohl Honda ein gutes Quartal hinter sich hat, wird die Jahresprognose nach unten gesenkt. Vor einigen Monaten waren die Japaner noch zuversichtlich, dass mithilfe der neu eingeführten Modelle mehr Gewinn zu realisieren sei.

Jahresprognose

Civic verkaufenDie Jahresprognose von Honda für das laufende Geschäftsjahr, das noch bis zum 31. März 2015 läuft, wurde nach unten angepasst. Anfang des Jahres rechnete der japanische Autohersteller noch mit 600 Milliarden Yen, nun wurde die Prognose auf 565 Milliarden Yen, umgerechnet 4,1 Milliarden Euro, gesenkt.

Das bedeutet, dass der Gewinn dieses Geschäftsjahres um 1,6 Prozent unter dem des Vorjahres liegen würde. Die Warnung vor dem Gewinnrückgang kommt direkt nach einem Quartal, in dem Honda die Gewinne um ungefähr ein Fünftel steigen sah. Im September blieben unterm Strich noch 140 Milliarden Euro Gewinn über.

Honda auf dem Heimatmarkt

Nicht von ungefähr kommt die Frage, warum Honda die Jahresprognose senkt, wenn im September noch ein gutes Ergebnis realisiert wurde? Der Grund ist auf dem einheimischen Markt zu suchen. In Japan ist Honda von einer Steuererhöhung betroffen, hierdurch wurden weitaus weniger Autos verkauft, als die Japaner erwartet hatten. Auch in Nordamerika verkaufte der Autohersteller weniger Pkw. Normalerweise setzt Honda in Nordamerika auf Jahrbasis 1 Million Fahrzeuge ab. Das gleiche gilt für Japan. In Europa verkauft der Autobauer durchschnittlich 150.000 Wagen jährlich. Obwohl weniger Fahrzeuge verkauft wurden, stieg der Umsatz um 4 Prozent auf ungefähr drei Billionen Yen. Der Anstieg ist vor allem den guten Wechselkursen zu verdanken.

Im Wachstumsmarkt China schafft Honda es nicht, die Zielstellung von 900.000 verkauften Autos zu realisieren. Des Weiteren hat Honda, genauso wie andere große Autohersteller, Probleme mit einer erhöhten Anzahl von Rückrufaktionen. Hierdurch werden die Verkaufszahlen im eigenen Land unter Druck gesetzt und die Kosten steigen stark an. In letzter Zeit mussten die Japaner wiederholt Fahrzeuge zurückrufen. So musste das Kompaktwagenmodell Fit seit vergangenem Oktober bereits fünf Mal zurück in die Werkstatt.

 

Neue Modelle

Im vergangenen Monat gab Honda noch bekannt, dass der Autobauer bei der Einführung der neuen Modelle gut im Zeitplan liegt. Hierbei handelt es sich um den erneuerten Civic und CR-V sowie drei neue Modelle: der Civic Type R, der HR-V und der Jazz. Die Einführung der neuen Modelle beginnt im Februar 2015. Einige der Modelle wurden bereits auf dem Pariser Autosalon präsentiert. Jedoch als Konzeptstudien, da es noch kleine Änderungen geben kann und wird.

Honda Accord verkaufenMit den neuen Modell soll das Sortiment von Honda wieder aufgefüllt werden. Anfang des Jahres nahmen die Japaner einige Modelle aus dem Sortiment, hierbei handelte es sich vor allem um umweltfreundliche, grüne Modelle. Einige der neuen Modelle sollen auch als Hybridversion lieferbar sein, um die Nachfrage nach umweltfreundlichen Modellen zu bedienen. Es kann gut sein, dass Honda im nächsten Jahr noch ein weiteres Modell aus dem Sortiment nimmt. Brancheninsidern zufolge soll der japanische Autohersteller planen, Abschied vom europäischen Honda Accord zu nehmen. Diese Berichte sind allerdings weder bestätigt noch dementiert. Wenn Honda den Accord aus dem Sortiment nimmt, dann hat der Autobauer keine Limousine oder Kombi mehr im Mittelklassensegment. Der heutige europäische Honda Accord stammt aus dem Jahr 2008 und ist momentan lieferbar mit einem 156 PS starkem 2.0 Benzinmotor, einem 2,4 Benzinmotor mit 201 PS und einem 2.2 Diesel nach Wahl mit 150 oder 180 PS.