Russische Autos, Lada, GAZ und Zil
2014-02-10 09:00:46

Lada
Die Olympischen Spiele sind angefangen, deswegen ist es jetzt die höchste Zeit um mal die russischen Autos anzuschauen. Die meisten Menschen kennen nur den Lada, der Wagen, welcher immer funktioniert, aber eine uralte Technik hat. Jedoch gibt es auch andere Automarken in Russland, welche luxuriöser sind. Und was fahren die Russen selber momentan?

NivaZIl

Zil steht für Zavod imeni Lichatsova (Autofabrik Moskau von Lichatsjov) und ist eigentlich ein russische Hersteller von LKW. Daneben baute die Marke wenige Autos, aber diese Autos waren sehr exklusiv und wurde nur für die oberste Oberklasse gebaut. Autos dieser Marke haben ähnliche Preisen wie Rolls Royce und Maybach, oft wurde nicht mehr als 12 Autos pro Jahr gebaut. Viele Sovjetleiter fuhren in einem ZIl. Die meisten Menschen der Sovjetrepublik konnten sich natürlich keinen ZIl leisten.
Im Jahr 1916 wurde die Fabrike Zil gegründet. Erst nur für die Produktion von LKW. Wegen der Oktoberrevolution und der darauffolgende russische Bürgerkrieg dauerte es bis November 1924 bevor das erste Auto gebaut wurde. Im Jahr 1931 änderte die Fabrike ihren Name, der neue Name war Zavod Imemi Stalina, nach Stalin. Nachdem dank Nikita Chroesjtsjov an dem Persönlichkeitskult von Stalin gezweifelt wurde, bekam die Fabrike wieder ihren alten Name: Zavod Imeni Lichatsjova, nach ihren Gründer Ivan Lichatsjov.
Momentan baut Zil keine Autos mehr, nur LKW gehören zu ihrem Sortiment. Im Jahr 2010 hat Zil noch ein paar Limos gebaut und jetzt ist es die Zeit für einen neuen Modell, für der Präsident. Es ist doch bescheuert, dass ein großer Präsident eines großen Staates wie Russland sich entscheidet für ein ausländisches Auto für seine Staatsbesuche. Der neue Zil, welcher entwickelt wird mit der finanziellen Unterstützung einigen russischen Milliardären, ist purer Luxus. Wenn man von diesem Auto wieder zurück muss nach einem Rolls Royce, fühlt es als ob man in einem Fiat Panda fährt.

LadaGAZ

Auch GAZ ist eine Abkürzung und steht für Gorkowski Awtomobilny Sawod (Gorkier Automobilwerk), die Fabrike befindet sich in Nischni Nowgorod, das ehemalige Gorki. 1932 wurde GAZ gegründet als Resultat des ersten Fünfjahrenplans der Sowjetunion. Die ersten Modellen wurden unter Lizenz von Ford übernommen. Andrej A. Lipgart war von 1933 bis zum Jahr 1951 Chefkonstrukteur und fiel nicht nur auf wegen seiner Kreativität, sondern auch wegen seinen guten Führungsfähigkeiten. Im Jahr 1952 kam Lipgart im Konflikt mit Stalin und wurde nach UralAZ-Autowerk, in der Ural versetzt. Nach dem Tot Stalins kam er aber wieder zurück nach Moskau, wo er 1980 hochgeehrt verstarb.
Ab 1959 wurden die Luxusmodellen Tschaika hergestellt, welche nur für hohe Funktionsträgeer der Sowjetunion und der verbündeten Staaten verfügbar waren. In der Sowjetunion gab es einen offiziellen Neupreis für den Tschaika. Privatpersonen in der DDR konnten nur ausrangierte Tschaikas erwerben. Vor allem kinderreichen Familien in der DDR wurde ein Tschaika zugeteilt. Früher waren diese Wagen nur für die Sowjetelite. Rund der Wendezeit konnte sich aber jeder einen Tschaika leisten. In Berlin wurden Anfang der 90er Jahren Tschaika für 5000 DM vermittelt. Heutzutage ist der Tschaika, aber wieder ein Auto der Elite, ein gutes Exemplar kostet schon mehr als 50.000 Euro. Der Preis für Cabriolets liegt viel höher, da davon nur 20 gebaut wurden.

Lada

Lada ist die größte Automarke Russlands, jedoch in Westdeutschland sehr unbekannt. In der ehemaligen DDR wurde dieses Auto auch unter den Namen Schiguli verkauft. In Russland und Osteuropa war der Lada von 1970 bis 1990 sehr beliebt. AwoWAS, der Hersteller von Lada gehört zu den größten Fabriken Russlands und hat einen Anteil von etwa einem Prozent am Bruttonationaleinkommen Russlands.
LadaDie ersten Ladas waren eigentlich Fiatmodellen, wurden aber an den russischen Zuständen angepasst, sodass das Auto das extreme Wetter in Russland vertragen konnte. So wurde der Lada mit einem Kurbel geliefert, da bei einem leeren Akku das Auto angekurbelt werden konnte. Auch wurde die Federung erhöht für die schlechten russischen Straßen. Als der Lada 2101 zuerst im Jahr 1971 produziert wurde, war es ein sehr modernes Auto. Lada bedeutet auf altrussisch Liebling oder Geliebte und für viele Menschen aus den Ostblockstaaten war der Lada auch der Liebling.
Jedoch nach dem Fallen des Kommunismus geht es Lada nicht gut. Jetzt möchte der Kreml diese Situation ändern und will die russische Regierung wieder ein modernes Auto für die russischen Massen herstellen. Jetzt muss Komarow, der neue Chef des Ladakonzerns eine schlagkräftige Autobranche in Russland formen, also nach dem Willen Putins.
2009 verkaufte Lada nur noch 300.000 Autos, 500.000 Autos weniger als im Vorjahr. Der Konzern war pleite, aber für die russische Ökonomie und Stolz zum Scheitern zu wichtig. Das Pleite ist vor allem für die Lada-Stadt Togliatti eine Katastrophe, welche für 75 Prozent von dem Autobau abhängig ist.
Moskau zahlte darum viel Geld um den Konzern zu retten, insgesamt wurden 78 Milliarden Rubel bezahlt, umgerechnet 2 Milliarden Euro. Lada hat vor allem ein Imageproblem, jetzt nicht nur im Westen, sondern auch in der Heimat Russland. Alle kennen den Witz: „Was haben ein Lada und eine Badewanne gemeinsam? Aus beiden steigt niemand freiwillig aus, wenn Leute zusehen.“ Der Grund, dass Russen ein neuer Lada kaufen, der Preis, ein Lada ist neu ein Viertel günstiger als ein VW Polo. Jetzt kaufen die Russen aber auch lieber einen ausländischen Wagen, eine „Inomarka“ wie ein ausländischer Wagen genannt wird, ist immer noch beliebter als ein Lada.
Aber im Jahr 2015 sollte ein neuer Lada die Fließbänder verlassen. Der Lada X-Ray wurde auf dem Roten Platz präsentiert und dieser Lada sieht modern und dynamisch aus. Dieser neue Lada wurde gezeichnet durch der Brite Steve Mattin, welcher zuvor für BMW und Daimler gearbeitet hat. Jetzt muss er das Imago von Lada mit seinen neuen Designs ändern. Wir finden, dass der neue Lada X-Ray gut gelungen ist und können kaum auf die anderen neuen Modellen warten.

Russen fahren lieber Westautos, dadurch Export interessant

Selbst in Russland sind die russischen Autos nicht beliebt und sogar Staatspräsident Putin hat sich für einen Mercedes entschieden. Da Neuwagen in Russland sehr teuer sind, sind auch Gebrauchtwagen aus dem Ausland sehr beliebt. Immer mehr Autos werden von Deutschland aus nach Russland exportiert.
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