Mercedes erlebt stärksten Absatzmonat
2014-10-09 09:00:37

Mercedes-Benz verkaufenMercedes stellt einen neuen Verkaufsrekord auf. Der Monat September war der absatzstärkste Monat seit Unternehmensgründung. Die Marke mit dem Stern wird nun mit einem zweistelligen Wachstum in das letzte Quartal 2014 starten. Das Absatzplus haben die Stuttgarter vor allem der Region Asien/Pazifik zu verdanken, in China lag das Wachstum bei satten 30,5 Prozent.

Dank des Wachstums in China, aber auch dank neuer Modelle, konnte die Marke Mercedes-Benz im September so viele Fahrzeuge verkaufen wie in noch keinem Monat zuvor. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war der Absatz um knapp 14 Prozent auf 162.746 Fahrzeuge gestiegen.

Absatzplus quer durch die Modellpalette

Das Wachstum hat Mercedes nicht nur einem bestimmten Modell zu verdanken. Sowohl die Kompaktwagen wie die A- und B-Klasse als auch das neue Modell der Luxuslimousine S-Klasse verkauften sich gut. Einzig der Smart bleibt ein Problemkind für den Daimler-Konzern. Hier brachen die Verkaufszahlen um 20 Prozent auf knapp 6800 Stück ein. Vermutet wird, dass Interessenten auf die beiden neuen Modelle warten. Im November kommt der Smart als Zwei- und als Viersitzer auf den Markt.

Die beiden neuen Smart-Modelle Fortwo und Forfour feiern am 22. November ihre Premiere bei den Händlern in Deutschland. Jahrelang war kein neues Modell auf den Markt gekommen, das resultierte in einem Marktanteil von unter einem Prozent. Damit belegt der Smart immerhin noch den dritten Platz im Segment der Minis. Mit den neuen Modellen hoffen die Stuttgarter, dem Volkswagen Up und dem Fiat 500 Marktanteile abzujagen.

Mercedes stark in Wachstumsmärkten

S-Klasse verkaufenIm Heimatmarkt Deutschland stagnierte der Absatz für die Autos mit dem Stern. Mercedes musste immerhin keine Verluste hinnehmen. Das Vorjahresniveau wird gehalten, 191.205 Einheiten konnten die Stuttgarter bislang verkaufen. In Europa stiegen die Verkäufe auf 77.548 Fahrzeuge im Monat September, ein Plus von 9,1 Prozent. Das ist gleichzeitig auch eine neue Höchstmarke. In der NAFTA-Region legten die Verkäufe um 8 Prozent zu. Insgesamt 264.171 Mercedes wurden hier abgesetzt, 233.211 Autos alleine in den USA. Die USA sind damit der größte Absatzmarkt dieser Region. Der Monat September war für Mercedes auch ein Rekordmonat in den USA, noch nie wurden hier in einem Monat mehr Mercedes verkauft.

Besonders beeindruckten die Stuttgarter in den sogenannten Wachstumsmärkten. In China erhöhte sich der Absatz um satte 30,5 Prozent, in Südkorea konnte ein Plus von 46,7 Prozent verbucht werden und in Japan steigerte Mercedes den Absatz um 12,9 Prozent. Im Gegensatz zum deutschen Konkurrenten, Volkswagen, schlug der Absatzrückgang in Russland und Südamerika für Mercedes nicht zu Buche. Volkswagen musste in Russland drastische Schritte gehen, die Produktion im VW-Werk in Kaluga wurde im September kurzzeitig gestoppt. Aber auch in den USA musste Volkswagen mit Absatzschwäche kämpfen, ganz im Gegensatz zu Mercedes.

Produktion in den USA wird ausgeweitet

Ende September gab Mercedes bekannt, dass die Produktion in den USA ausgeweitet wird. Das Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa baut seine Kapazitäten aus, um die C-Klasse zu bauen. 2013 liefen rund 185.000 Mercedes dort vom Band. Nordamerika ist für die Marke mit dem Stern ein sehr wichtiger Wachstumsmarkt. Im US-Geschäft ist Mercedes, gemeinsam mit BMW, der bestverkaufende deutsche Oberklassehersteller. Die Ausweitung der amerikanischen Produktionsstätte kostet Daimler ungefähr 2,4 Milliarden Euro.

Mitte September hatte die Mercedes-Mutter, Daimler, noch mitgeteilt, dass man Milliarden investieren will, um in der Produktion zu sparen. Die Werke sollen in Zukunft noch stärker standardisiert und entlang von Baureihen ausgerichtet werden. Die laufenden Kosten sollen somit pro Jahr um fünf bis sechs Prozent gesenkt werden.

Diese Pläne und das guten Absatzwachstum sorgen wohl dafür, dass Mercedes mit Zuversicht in die Zukunft schauen kann.