Von Ostern bis Oktober: Zeit für Sommerreifen?
2015-04-09 09:00:31

Auto mit Sommerreifen verkaufenWird es noch einmal richtig kalt? Die Frage stellen sich wohl derzeit viele Autobesitzer. Wer keine Allwetter- oder Ganzjahresreifen nutzt, der muss über den besten Zeitpunkt nachdenken – wann ist die Zeit für Sommerreifen gekommen?

Eine alte Faustregel besagt, von Oktober bis Ostern fährt man am besten auf Winterreifen. Nach Ostern kann man also den Termin in der Werkstatt für den Reifenwechsel vereinbaren. Ostern war am letzten Wochenende – doch ist die Zeit für Sommerreifen wirklich schon da?

Frühling im Anmarsch

Suzuki verkaufenDie Faustregel lautet von Oktober bis Ostern Winterreifen. Doch sollte man sich daran halten und bereits jetzt auf Sommerreifen wechseln? Der meteorologische Frühlingsanfang liegt hinter uns und auch das Osterfest haben wir bereits gefeiert. Worauf warten Fahrzeugbesitzer dann noch – eigentlich stehen alle Zeichen auf Sommerreifen.

Doch ganz so einfach sollte man es sich nicht machen. Gesetzlich sind Winterreifen – oder Ganzjahres- und Allwetterreifen – vorgeschrieben, solange winterliche Straßenverhältnisse herrschen. Hierzu zählen Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Regenglätte. Auch im April kann es in Teilen von Deutschland immer mal wieder zu einem Wintereinbruch kommen. Fahren Sie dann bereits auf Sommerreifen und sind an einem Unfall beteiligt, dann haben Sie immer auch eine Mitschuld.

Auch wenn das Thermometer in diesem Jahr bereits die 20 Grad erreicht hat, sollte man nicht voreilig handeln – auch wenn Reifenhändler mit Preisnachlass und Rabattaktionen werben.

Wann Sommerreifen aufziehen?

Es wird zwar immer wieder gewarnt, dass die Bremsleistung von Winterreifen bei warmen Temperaturen nachlässt, allerdings sind hiermit erst Temperaturen von über 30 Grad gemeint. Sie können also ruhigen Gewissens besser zulange mit den Winterreifen fahren, als zu früh auf Sommerreifen zu wechseln.

Denn wer bei Schnee, Frost und Nässe bereits mit Sommerreifen unterwegs ist, der riskiert einen Punkt in Flensburg und mindestens 60 Euro Bußgeld. Aktuell liegen die Temperaturen in Deutschland oftmals noch unter dem Nullpunkt – in weiten Teilen des Bundesgebiets sind Winterreifen also noch sehr nützlich.

Reifenwechsel – wo?

Natürlich sollten Sie sich jetzt schon einmal Gedanken darüber machen, wer den Wechsel auf die Sommerreifen für Sie übernimmt. Bei Kompletträdern können Sie den Wechsel oftmals auch ganz einfach selbst durchführen. Mit speziellen Felgen, die sowohl auf die Winter- als auch auf die Sommerreifen sollen, können Sie am besten in eine Werkstatt fahren und den Fachmann ranlassen.

Um solange wie möglich etwas an den Winterreifen zu haben, sollten Sie diese richtig einlagern. Viele Werkstätten bieten hierfür eine Serviceleistung an, aber grundsätzlich gilt, dass Sie die Reifen kühl, trocken und dunkel lagern sollten – am besten liegend oder hängend. Markieren Sie die Position der Reifen; beispielsweise mit Kreide und Kürzeln. Vor dem Einlagern sollten Sie den Luftdruck auf 0,5 bar gegenüber der Herstellervorgabe erhöhen.

Wie lange kann ich Reifen nutzen?

Nicht nur der Zeitpunkt des Wechsels interessiert viele Autofahrer, genauso wichtig ist, wie lange man die Reifen denn eigentlich guten Gewissens nutzen kann. Für Winterreifen gilt, dass diese mindestens eine Profiltiefe von 4 mm aufweisen sollten. Der ADAC empfiehlt die Reifen nach maximal acht Jahren auszuwechseln. Das Herstellungsdatum eines Reifens finden Sie auf der Flanke anhand einer vierstelligen Zahl hinter der Markierung „DOT“.

Und wie lange dürfen Sie Sommerreifen nutzen? Grundsätzlich gilt, dass sich frisches Gummi am besten fahren lässt. Älter als drei Jahre sollte der Reifen beim Neukauf nicht sein – das gilt für Winter- wie für Sommerreifen. Für die Haltbarkeit von genutzten Reifen gibt es keine allgemeingültige Antwort – dies liegt sehr stark am Fahrstil. Wer es immer eilig hat, oft beschleunigt, viel bremst und ab und zu mal über die Bordsteinkante fährt – der sollte früher an einen Reifenwechsel denken. Hierdurch werden die Reifen nämlich porös, rissig und auch die Profiltiefe nimmt ab. Ist der Reifen allerdings älter als 10 Jahre, dann hat er die maximale Haltbarkeit erreicht.