Peugeot plant Expansion
2014-10-22 09:00:35

Peugeot verkaufenPeugeot plant eine Expansion nach Fernost. Diese Woche gab Peugeot beziehungsweise der Mutterkonzern PSA bekannt, dass der Autobauer sein Asiengeschäft stark ausbauen will. Die Expansion soll vor allem in südasiatische Länder wie Malaysia, Indonesien und Vietnam stattfinden. Diese Märkte gelten als zukunftsträchtig. Die Marken Peugeot und Citroën fuhren letztes Jahr noch 100 Millionen Euro Verlust ein. Die Zukunft soll rosiger aussehen.

PSA Peugeot Citroën ist die europäische Nummer Zwei unter den Autoherstellern. Bis vor kurzem war es aber das größte Sorgenkind der Autobranche. Nun soll der Neustart mit Dongfeng aus China sowie dem französischen Staat als neue Großaktionäre gelingen. Mit dem Einstieg von Dongfeng wurde bekannt gegeben, dass der Fokus stärker auf China als Absatzmarkt liegen soll. Letzte Woche gab es dann weitere Neuigkeiten, auch die Zukunftsmärkte in Südostasien sollen stärker in den Fokus rücken. Mit dieser Strategie ist Peugeot allerdings nicht alleine.

Peugeot im Aufwärtstrend

Peugeot 308Peugeot ist nach einer langen Absatzkrise endlich wieder in ruhigem Fahrwasser angekommen. Genauso wie andere Volumenhersteller, zum Beispiel Opel und Ford, hat Peugeot schwierige Zeiten hinter sich. Seit März ist der chinesische Autohersteller Dongfeng offiziell bei den Franzosen eingestiegen. Dieser Einstieg bietet Peugeot gute Chancen in Fernost, natürlich im Heimatmarkt von Dongfeng in China, aber auch in den anderen asiatischen Märkten.

In den letzten zwei Jahren hat PSA mehr als sieben Milliarden Euro verloren. Mithilfe von einer kleineren Modellpalette und Einschnitten bei den Personalkosten hofft Peugeot, wieder in die Gewinnzone zu kommen. Experten sehen den französischen Autohersteller noch nicht als ganz geheilt an, aber erkennen, dass PSA auf dem richtigen Weg ist. Im ersten Halbjahr 2014 betrug der Gewinn im laufenden Geschäft 477 Millionen Euro.

Im September konnte sowohl Renault als auch Citroën, das ebenso zu PSA gehört, mehr Neuwagen verkaufen als noch im Vorjahreszeitraum. Zwar lagen die beiden Hersteller noch hinter dem anderen großen französischen Autobauer Renault, aber konnten ihren Markanteil mit 5,9 Prozent bei Renault und mit 4,4 Prozent bei Citroën erweitern.

Diese guten Verkaufszahlen in Europa täuschen nicht darüber hinweg, dass es die gesamte Branche nicht leicht hat in Europa. Aus diesem Grund wurden wachsende Märkte in den Fokus genommen. Allerdings erfüllen diese auch nicht immer die Erwartungen, so brach der Automarkt in Russland zuletzt stark ein. Auch Peugeot hatte hier stark investiert.

Südostasien bislang in japanischer Hand

Vor allem mit dem Einstieg von Dongfeng in den PSA-Konzern richtet Peugeot seinen Fokus mehr auf Fernost. Nicht nur das Heimatland von Dongfeng, China, soll in den Fokus rücken, auch die südostasiatischen Länder sind ein interessanter Absatzmarkt für europäische Autohersteller.

Bislang ist Südostasien vor allem in japanischer Hand. Toyota hat hier eine starke Vormachtstellung. Die Märkte gelten als interessant, da es eine wachsende Mittelschicht und somit ein großes Potenzial gibt. Auch Volkswagen gab unlängst bekannt, dass man in Südostasien zulegen will. In der Zukunft soll dort in Eigenregie produziert werden. Eine Strategie, die wohl auch Peugeot verfolgen wird.

Neben den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) rücken nun auch immer mehr andere Schwellenländer in den Fokus der Autohersteller. Daher ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass Peugeot nun eine Expansion nach Malaysia, Indonesien und Vietnam bekannt gibt. Interessant wird allerdings, welche Modelle Peugeot und Citroën dort vertreiben wollen. Peugeot sieht sich selbst als ein Mix zwischen deutscher Zuverlässigkeit und südländischen Gefühlen. Citroën positioniert sich im Markt als Anbieter, der für Benutzerfreundlichkeit, Sorglosigkeit und Modernität steht.