Seat erweitert Modellpalette
2015-03-07 09:00:53

Seat verkaufenSeat wirbelt momentan viel Staub auf. Passend dazu wird auf dem Autosalon in Genf ein Modell vorgestellt, welches auch abseits der Straße eine gute Figur machen wird. Die Studie zum Seat-SUV gibt Ausblick auf das kommende Crossover 20V20. Bereits beim Händler steht die Sportversion des Kombis, der Seat Leon ST Cupra.

Doch nicht nur die Erweiterung der Modellpalette soll Seat in den nächsten Jahren zum Erfolg verhelfen. Für die Software der spanischen Autos kooperiert die VW-Tochter bald mit keinem geringeren als Samsung. Doch denkt Seat auch an eine Erweiterung des Verkaufsgebiets?

Neue Modelle gegen rote Zahlen

Seat Leon verkaufenIm VW-Konzern ist Seat die Marke, welche rote Zahlen schreibt – seit Jahren. Im Vergleich zum Branchenschnitt sind die Kunden der Spanier zehn Jahre jünger. Problematisch wurde dies, nachdem viele junge Europäer, vor allem in Südeuropa, ihren Arbeitsplatz verloren haben und so als Kunden für die Marke ausfallen.

Der Kleinwagen Ibiza war lange Jahre die Cash Cow des Herstellers. 2014 war das erste Jahr in der Unternehmensgeschichte, dass die Mittelklasse, der Seat Leon, häufiger verkauft wurde. Der Leon ist vergleichbar mit dem VW Golf und dass dieser momentan weg geht wie warme Semmeln ist weithin bekannt. Als Kombi-Variante wird der Leon auch für ältere Fahrer interessant.

Nicht von ungefähr also, dass im März die Modellpalette der Spanier durch eine sportliche Variante des Kombis erweitert wurde. Der Leon ST Cupra kommt mit einem Zweiliter-Benziner mit wahlweise 196 kW/265 PS oder 206 kW/280 PS. Von außen überzeugt er durch sportlich, aggressives Design. Doch ein anderer Neuankömmling interessiert die Fachwelt und Autofans in diesem Moment weitaus mehr; das Seat-SUV.

Seat 20V20

Seat Gebrauchtwagen verkaufenSUV sind der Auto-Trend schlechthin. Die sportlichen Kompakten sind gefragt wie nie zuvor und jede Marke, die etwas auf sich hält, hat mittlerweile mindestens ein Modell im Angebot. Auch bei Seat soll nun ein Dickschiff hinzukommen. Auf dem Genfer Autosalon steht momentan die Studie 20V20. Das große SUV basiert auf dem Audi Q5 und soll das Image von Seat umkrempeln. Viele Fachleute erinnert er an einen kompakten Leon. Wie alle Modelle des Volkswagen-Konzerns wird auch die „Vision 2020“ auf dem modularen Querbaukasten (MQB) gebaut. Wahlweise werden Benziner bis 300 PS, Diesel bis 240 PS und möglicherweise auch ein Hybrid und vielleicht sogar ein Elektromotor das Fahrzeug antreiben.

China (noch) nicht interessant

Bereits seit einiger Zeit munkeln Branchenkenner, dass sich das Angebot der spanischen VW-Tochter auch gut für den chinesischen Markt eignen würde. Besonders jetzt, da ein großes SUV dazukommt. Angesichts des schwachen Marktes in dem angestammten Absatzgebiet im Süden von Europa, könnten chinesische Käufer der Marke aus den roten Zahlen helfen.

Diese Gerüchte und Spekulationen beendete Seat-Chef Stackmann jedoch im Umfeld des Autosalon Genf. „Bevor man ein neues Haus auf dem weltgrößten Automarkt bauen könne, müsse erst das Fundament auf dem Heimatkontinent stehen“, wird Stackmann zitiert.

Es bleibt spannend, was Seat für die nächsten Jahre geplant hat. Wir halten Sie auf dem Laufenden!