Mit dem Auto sicher durch den Herbst: 3 praktische Tipps
2015-10-01 08:00:19

Auto vor Herbstwetter schützenDer Herbst hat sich wieder langsam herangeschlichen, doch jetzt ist er unzweifelhaft eingezogen. Wie jeder weiß, ist der Herbst eine ungestüme Jahreszeit, die von Stürmen, fallenden Blättern und viel Regen geprägt ist. Welche Auswirkungen der rapide Wetterwechsel auf Ihr Auto haben kann, und wie Sie sich darauf vorbereiten können, erfahren Sie hier.
Jeden Tag wird es nun etwas später hell und etwas früher dunkel. Es vollzieht sich ein schleichender Prozess, in dem der Herbst den Sommer ablöst. Daran können sich manche Autofahrer nur mit Mühe gewöhnen. Ganz zu schweigen vom Auto selbst, dem der Herbst ganz schön zusetzen kann. Meteorologisch beginnt der Herbst am 1. September jeden Jahres. Dann herrscht in unseren Breitengraden jedoch noch der so genannte Altweibersommer (Spätsommer). Ende des Monats September sieht es in der Regel dann schon eher nach Herbst aus. Kalendarisch beginnt der Herbst darum am 21. September. Zu dieser Zeit steht die Sonne genau über dem Äquator. Der Wechsel der Jahreszeiten geht nicht unbemerkt an Ihrem Auto vorbei. Und damit auch nicht an Ihnen als Autofahrer/in. Lesen Sie, wie Sie sicher durch den Herbst fahren und Ihr Auto vor herbstlichen Wettereinflüssen schützen.

1. Sicheres Fahrverhalten bei Herbstnebel

Ein typisches Phänomen des Herbstes ist häufig auftretender, dichter Nebel. Dadurch wird die Sicht während der Fahrt teilweise stark beeinträchtigt. Vor allem in Dämmerung und Dunkelheit. Jeder lernt es theoretisch in der Fahrschule, doch wenn tatsächlich einmal dichter Nebel auftaucht, sind viele Fahrer/innen schnell überfordert. Wo war nochmal die Nebelschlussleuchte? Wie viel Abstand muss ich nochmal zum nächsten Fahrzeug vor mir einhalten? Wie schnell darf ich fahren? Eingeschränkte Sichtverhältnisse sind nicht zu unterschätzen. Als offizielle Regel der StVO gilt: beträgt die Sicht weniger als 50 m, darf man nicht schneller als 50 km/h fahren. Bei noch dichterem Nebel auch ruhig noch langsamer. Sicherheit geht schließlich immer vor. Wo sich die Nebelschlussleuchte aktivieren lässt, lesen Sie am besten in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs nach. In der Regel finden Sie den Schalter, Knopf oder Hebel direkt bei dem für Ihr Abblendlicht.

2. So schützen Sie Ihr Auto vor ruppigem Herbstwetter

Gefahren für Autos im HerbstAbgebrochene Äste, umgestürzte Bäume und herumfliegende Dachpfannen sind bei heftigen Herbststürmen keine Seltenheit und können erheblichen Schaden anrichten. Außerdem werden die Kastanien im Oktober reif und fallen von den Bäumen. Wenn Ihr Parkplatz sich also unter einer Kastanie befindet, kann das schnell im „Kastanienhagel“ enden. Etwaige Schäden an Lack oder Windschutzscheibe sind unter Umständen nicht versichert. Parken Sie im Herbst also lieber auf Parkplätzen ohne viele umstehende Bäume.
Die Herbststürme, die in den Monaten Oktober und November über uns hereinbrechen, bringen nicht nur Regen mit sich. Immer häufiger tragen Sie auch Hagelkörner mit sich, die je nach Größe für erheblichen Schaden an Ihrem PKW sorgen können. Hagelkörner können hässliche Dellen und Kratzer verursachen. Sie können Ihr Fahrzeug vor Hagelschlag schützen, wenn Sie es unter einem Dach wie zum Beispiel von einem Carport oder in einer Garage parken.
Im Herbst kommt es auch zu den ersten frostigen Nächten. Frost ist besonders schädlich für schwache Autobatterien. Sollte Ihre Batterie also nicht vollständig geladen sein, besteht die Gefahr, dass Sie eines Morgens den kalten Motor nicht starten können. Außerdem führt Bodenfrost im Herbst je nach Wetterlage auch für die ersten glatten Straßen! Fahren Sie also vorsichtig und beanspruchen Sie Ihre Autobatterie nicht zu stark, wenn Sie nur kurze Strecken fahren. Sollte die Batterie Ihren Geist aufgeben, können Sie zur Not mit einem Starthilfekabel und einem zweiten Fahrzeug überbrücken.
Beachten Sie dabei, dass Sie das Kabel, bestehend aus vier Kontakten und einem roten sowie einem schwarzen Kabel, in der richtigen Reihenfolge an die richtigen Pole anschließen: Rotes Kabel an den Pluspol der leeren Batterie - dann an den Pluspol der Spenderbatterie. Schwarzes Kabel an den Minuspol der Spenderbatterie -  dann an den Minuspol der leeren Batterie. Nun lassen Sie den Motor des Spenderautos an und lassen ihn eine Zeit lang laufen, bevor Sie Ihren Wagen starten. Schalten Sie alle möglichen Funktionen aus, die Strom benötigen, bevor Sie die Zündung betätigen. Dazu zählen zum Beispiel Radio, Lüftung und Licht.

3. Vorsicht bei Hochwassergefahr

Mit dem Auto durch HochwasserWohnen Sie in der Nähe eines größeren Flusses? Im Herbst können starke Niederschläge ruhige Flüsse in reißende Fluten verwandeln. Auf Straßen, die von derartigen Wassermengen überflutet werden, ist Vorsicht geboten. Erst recht, wenn Sie mit Ihrem Auto unterwegs sind. Der Motor eines Autos saugt normalerweise Luft an. Bei der Fahrt durch tieferes Wasser kann es also sein, dass er plötzlich Wasser ansaugt. Je nachdem, wo die Luftpumpe sitzt, kann eine Fahrt durch zu tiefes Wasser zum Totalausfall des Motors und der Elektronik sorgen. Bei einem Jeep oder Land Rover besteht durch die Fahrzeughöhe ein geringeres Risiko, dass Wasser eindringt. Meiden Sie also überflutete Straßen und Wege. Unterschätzen Sie nicht, wie tief eine durch Überflutung entstandene Wassermasse sein kann. Fahren Sie im Zweifelsfall lieber einen Umweg.
Wie trist auch manche Herbsttage sein mögen, der Herbst hat auch seine schönen Seiten. Mit etwas Glück zeigt sich der Herbst auch von seiner goldenen Seite mit viel Sonne. Dann kommt es zu wunderbar bunten Eindrücken in der Natur. Da lohnt es sich vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen, um die schönen Herbsttage zu genießen.
Goldener Herbst Auto