Suzuki punktet mit Kleinwagen
2015-05-06 09:00:29

Kleinwagen verkaufenSuzuki befindet sich gerade zwischen dem besten Absatzjahr der Firmengeschichte und dem größten Rückrufskandal der Unternehmenshistorie. Auf der positiven Seite haben die Japaner erstmals mehr als drei Millionen Neuwagen gefertigt. Auf der negativen Seite musste Suzuki aber auch zwei Millionen Pkw zurück in die Werkstatt rufen.

Bestseller bleibt der Kleinwagen Suzuki Swift – und auch hier zulande sehen wir immer mehr Swift auf der Straße. Dahinter folgen dann die größeren Modelle SX4 S-Cross und Jimny im Verkaufsranking. Die guten Zahlen lassen sich vor allem auf die steigende Nachfrage nach Kleinstwagen in Asien zurückführen.

5,8 Prozent Absatz-Wachstum für Suzuki

Swift verkaufenWeltweit hat Suzuki rund 2,87 Millionen Fahrzeuge im Geschäftsjahr 2014/2015 verkauft. In diesem Geschäftsjahr, das Ende März auslief, konnten die Japaner den Absatz um satte 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Insgesamt wurden erstmals in der Unternehmensgeschichte mehr als 3 Millionen Einheiten produziert. Zu danken hat Suzuki dies an der gestiegenen Nachfrage nach Kleinstwagen auf dem asiatischen Markt sowie einer Verkaufssteigerung in großen Absatzmärkten wie Indien und China.

Und auch in Deutschland läuft es 2015 für Suzuki rund. Im ersten Quartal 2015 wurden 9.430 Exemplare erstmals zugelassen – damit ist der japanische Autohersteller einer der am stärksten wachsenden Produzenten in Deutschland. Wenn man es mit den Zulassungszahlen von 2014 vergleicht, kommt eine Verkaufssteigerung um satte 42,8 Prozent heraus. Gefragt ist in Deutschland vor allem der Suzuki Swift.

Größter Rückruf wegen Brandgefahr

Doch die Freude über die guten Verkaufszahlen im letzten Geschäftsjahr dürften durch den größten Rückruf der Firmengeschichte etwas getrübt sein. Rund zwei Millionen Pkw musste Suzuki zurück in die Werkstatt rufen – der Grund: Brandgefahr. Die meisten betroffenen Fahrzeuge wurden im Heimatland Japan zurückgerufen. Fehlerhafte Zündschlösser führen zu einer erhöhten Feuergefahr. Zum Glück sind bislang keine Opfer dieses Defekts bekannt geworden – Suzuki handelte hier präventiv.

Im letzten Jahr musste Suzuki bereits 19.000 Autos zurückrufen. Der Grund damals war etwas kurioser. Im August 2014 rief der japanischer Autobauer die Limousinen in den USA zurück, da es eine erhöhte Brandgefahr gab – ausgelöst durch Spinnen, die ihre Netzte bevorzugt in den Entlüftungsleitungen des Kraftstoffsystems bauen. Die Tiere wurden durch die Dämpfe angelockt und können mit ihren sackartigen Netzen die Schläuche verstopfen.

Zukunftspläne bei Suzuki

Suzuki Jimny verkaufenDoch was plant Suzuki eigentlich für die Zukunft? Auf den Erfolgen ausruhen wollen sich die Japaner wohl kaum. Im März wurde auf dem Genfer Autosalon schon der Nachfolger des Swift vorgestellt. Der Suzuki iK-2.

Der Nachfolger, der unter dem Motto „Harmonised Force“ entwickelt wurde, zeigte sich hier dem Publikum. Neben dem Nachfolger des Swift wurde auch ein Mini-4x4-Auto vorgestellt. Potenziell der Nachfolger des Suzuki Jimny. Dieser wird bereits seit den 90ern in beinahe unveränderter Form hergestellt. Das Konzeptfahrzeug, unter dem Namen iM-4 vorgestellt, fällt vor allem durch sein Äußeres auf. Den einen gefällt es, die anderen können gar nichts damit anfangen. Es bleibt spannend, in welcher Form Suzuki die in Genf gezeigten Konzepte in die Autohäuser bringt.