Suzuki sieht Gewinne sinken
2014-11-13 09:00:07

Suzuki verkaufenSuzuki musste im dritten Quartal 2014 erstmals seit zwei Jahren sinkende Gewinne vermelden. Waren im August noch deutliche Gewinnsteigerungen bekannt gegeben worden, war das dritte Quartal, ähnlich wie für andere japanische Autobauer, nicht positiv. Zu schaffen machen Suzuki, Honda und Co., die wegen einer Umsatzsteuererhöhung gesunkene Nachfrage in Japan.

Von Juli bis September fiel der Betriebsgewinn von Suzuki auf 39,6 Milliarden Yen, umgerechnet ungefähr 277 Millionen Euro. Das ist ein Rückgang von 14 Prozent. Dieses schlechte Quartal bedeutet für den japanischen Hersteller, dass erstmal seit zwei Jahren der Gewinn gesunken ist. Noch im zweiten Quartal 2014 wurde deutlich mehr Geld verdient als im Vorjahreszeitraum. Nun wird das schlechte Ergebnis die Jahresgewinne von Suzuki wohl schmälern.

Rekordgewinne

Suzuki Vitara verkaufenNoch im letzten Jahr, dem Geschäftsjahr 2013/2014, erzielte Suzuki Rekordgewinne. Die Gründe dafür waren zahlreich. Zum einen wurden neue Modelle auf den Markt eingeführt, die auf großes Interesse bei den Käufern stießen, zum anderen spielte der schwache Yen den Japanern in die Hand. Mit diesen sehr guten Zahlen für sowohl Umsatz als auch Gewinn, übertraf Suzuki seine eigenen Erwartungen. Die Prognosen wurden während des letzten Geschäftsjahres mehrfach nach oben korrigiert. Im Mai 2014 ging der japanische Autohersteller noch davon aus, dass auch im laufenden Geschäftsjahr mit Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn gerechnet werde.

Als Gründe für die Rekordgewinne wurden nicht nur die neuen Modelle und die Schwäche des Yen genannt. Die Erfolge in Japan, dem Heimatmarkt von Suzuki, waren vor allem auf vorgezogene Autokäufe zurückzuführen. Am 1. April trat eine Mehrwertsteuererhöhung von 5 auf 8 Prozent in Kraft, viele Japaner entschieden sich daher, noch vor der angekündigten Erhöhung ein neues Auto zu kaufen. Aber nicht nur in Japan verkauften sich Suzuki gut, auch in den Exportmärkten, vor allem in Asien und Europa, legte der Hersteller zu.

Sinkende Gewinne

Im dritten Quartal 2014 musste Suzuki nun erstmals wieder einen Gewinneinbruch hinnehmen. Um ganze 14 Prozent gingen die Gewinne von Juli bis September zurück. Grund dafür ist die gesunkene Nachfrage auf dem Heimatmarkt. War die angekündigte Umsatzsteuererhöhung im Vorjahr noch der Grund für sehr gute Verkaufszahlen, so ist sie nun der Grund, warum die Verkäufe hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Für das laufende Geschäftsjahr, das noch bis Ende März geht, gab Suzuki bislang an, einen Nettogewinn von 115 Milliarden Yen zu erwarten. Es bleibt abzuwarten, ob die Japaner diesen anpassen werden müssen.

 

Neuer Suzuki Celerio

Grand Vitara verkaufenVielleicht kann die Markteinführung des neuen Suzuki Celerio den Japanern helfen, im vierten Quartal wieder Gewinnzuwächse zu verzeichnen. Ende November wird der neue Kleinwagen in Deutschland zu kaufen sein. Er soll den Suzuki Alto und den Suzuki Splash ablösen, beide laufen im nächsten Jahr aus.

Der Viertürer ist 3,60 Meter lang und hat einen für das Kleinwagenformat ungewöhnlich großen Radstand. Das Fahrzeug hat eine relativ große Höhe von 1,54 Metern. Aus diesem Grund kann Suzuki potenziellen Käufern viel Platz bieten. Fünf Passagiere nehmen ohne Probleme im Auto Platz.

Das Modell für Europa wird weder in Japan noch in Europa produziert. Der neue Suzuki Celerio wird in Thailand produziert. Im Crashtest schnitt der neue Kleinwagen allerdings schlecht ab. Die hinteren Kopfstützen fielen negativ auf, bei einem Heckaufprall haben Insassen kaum Schutz vor dem Schleudertrauma. Auch bei einem seitlichen Pfahlaufprall sind Celerio-Fahrer nicht gut geschützt. Kopfairbags werden nur gegen Aufpreis angeboten.