Möglicher Verkaufsrekord bei Maserati
2014-11-04 09:00:03

Maserati verkaufenMaserati waren auch im September wieder stark gefragt. Der italienische Luxushersteller scheint seine ehrgeizigen Wachstumsziele nicht nur zu erreichen, sondern diese auch noch zu übertreffen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Italiener einen neuen Verkaufsrekord erreichen werden.

Maserati erwartet, dass die Verkaufszahlen dieses Jahr mehr als 35.000 verkaufte Exemplare erreichen, aber weniger als 40.000 Exemplare verkauft werden. Das Ziel scheint nicht unrealistisch, da in den letzten Monaten der Absatz stark angestiegen ist und die Verkaufszahlen ein wahres Wachstum erleben.

Exklusivität

GranTurismo verkaufenMaserati gibt bekannt, dass 2014 die Stückzahl von 40.000 verkauften Exemplaren nicht ganz erreicht wird. Das sind mehr als doppelt so viele Fahrzeuge, wie Maserati im Jahr 2013 verkaufte. 2015 will Maserati bereits mehr als 50.000 Neuwagen verkaufen.

Für die Jahre nach 2015 sind die Pläne noch ehrgeiziger. Die Italiener hoffen, dann auf Jahrbasis 75.000 neue Autos zu verkaufen. Damit soll aber eine Grenze erreicht sein. Vor ein paar Monaten gab Maserati bekannt, dass das jährliche Produktionslimit bei 75.000 Stück liegen soll. Anders kann die Exklusivität der Marke nicht mehr gewährleistet werden. 2018 soll diese Stückzahl erreicht werden, aber die Verantwortlichen gaben kleine Hinweise, dass dann das Limit noch einmal überdacht werden soll.

Parallelen zu Ferrari

Letzte Woche wurde bekannt, dass FCA (Fiat Chrysler Automobiles) die Tochter-Marke Ferrari, zumindest teilweise, verkaufen will. Ferrari soll im kommenden Jahr in den USA und möglicherweise auch in Europa an die Börse gehen. Zehn Prozent sollen im freien Verkauf angeboten werden, die restlichen 90 Prozent bleiben im Besitz der FCA-Aktionäre. Auf diese Art und Weise will FCA schnell Kapital gewinnen. Momentan verdient das Gesamtunternehmen nur dank der Gewinne, die in den USA eingefahren werden. Der ehemalige Ferrari-Chef di Montezemolo war ein starker Vertreter der künstlichen Verknappung. Sowohl bei Stückzahl als auch bei der Modellvielfalt setzte der Ferrari-Chef auf Exklusivität. Nach seinem Abschied ist nun damit zu rechnen, dass Ferrari mehr als die bislang 7.000 Fahrzeuge auf Jahrbasis auf den Markt bringt. Sollte der Ferrari-Aktiengang erfolgreich verlaufen, ist es gut möglich, dass auch die Fiat-Tochter Maserati an die Börse gebracht wird.

Beliebte Maserati

Das starke Wachstum hat Maserati, vor allem der Modelloffensive zu verdanken. Im letzten Jahr wurden viele neue Modelle auf den Markt gebracht. Eine neue Generation des Quattroporte, die Einführung des kleineren Ghibli, das Austauschen des GranTurismo-Modells, der neue kompakte Sportwagen Alferi und natürlich auch die Ankündigung neue SUVs auf den Markt zu bringen, all das spielte sich 2013 ab.

Der Ghibli und der Quattroporte sind mit Abstand die beliebtesten Maserati. Besonders die Dieselvariante des Ghibli verkauft sich gut, das Auto ist für eine breite Zielgruppe interessant. Damit ist den Italiener gelungen, was geplant war. Mit der neuen Generation des Ghibli und des Quattroporte stiegen die Verkaufszahlen rasant an. Der deutsche Markt gehört zu einem der wichtigsten Absatzmärkte von Maserati in Europa. In den ersten neun Monaten verkauften die Italiener 855 neue Maserati, das ist ein Anstieg von 278 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch in anderen europäischen Märkten legte die Luxusmarke zu. In Italien, Großbritannien, Frankreich, Spanien sowie in der Schweiz und in den Niederlanden wurden mehr neue Autos zugelassen. Vor allem die Dieselmodelle erfreuen sich hier großer Kundenbeliebtheit.

Über Maserati

Neue Möglichkeiten

Quattroporte verkaufenUm 2015 mehr als 50.000 Exemplare zu verkaufen, hat Maserati sich entschieden, im neuen Modelljahr einige Anpassungen durchzuführen. Unter anderem wird die GTS-Version des Verkaufsschlagers Quattroporte weitreichend verändert. Diese bekommt ein auffallendes verändertes Äußeres, das zu einem erstklassigen Auto passt.

Für die neuste Ausführung wird der Unterbau des Autos in derselben Farbe geliefert, wie der Rest des Autos. Der Kühlergrill ist traditionell gehalten und passt sich den19-Zoll-Rädern gut an. Der V8 Twin-Motor mit 530 PS bleibt gleich, aber die Innenausstattung und das GTS-Logo sind verändert. Mehrfach wird ein roter Strich im Design aufgenommen, der die sportlichen Ambitionen des neuen Maserati deutlich macht. Alle Quattroporte Modelle sind in den verschiedensten Farben erhältlich, unter anderem ein spezieller dreilagiger weißer Lack. Auch gibt es viele verschiedene Optionen für die Innenausstattung.

Die Modelloffensive bedeutet nicht, dass der Anstieg der Verkaufszahlen die einzige Motivation der Italiener ist. Aus dem Hause Maserati verlautete es, dass noch stets die Exklusivität der Marke im Vordergrund steht. Aus diesem Grund wird es auch keine neue Version des Ghibli geben, vorerst jedenfalls.