Vernetztes Fahren - Europäische Teststrecke
2014-11-19 09:00:50

Vernetztes FahrenVernetztes Fahren ist eines der großen Zukunftsthemen für die Automobilbranche. Es geht um nicht weniger als die Zukunft des Straßenverkehrs. Ein Milliardengeschäft. Fast alle großen Autohersteller arbeiten an Technologien, die sich mit dem autonomen Fahren beschäftigen. Vernetztes Fahren ist die Grundlage für autonomes Fahren, bei dem sich Fahrzeuge auch ohne Fahrer sicher über die Straßen bewegen.

Bereits seit Jahren wird an diesem Thema geforscht und getestet. Nun ist die Technologie marktreif. Im nächsten Jahr startet der Betrieb einer 1.300 Kilometer langen Teststrecke, die von Rotterdam über Frankfurt nach Wien führt. Hier soll das vernetzte Fahren getestet werden und wichtige Daten für die Forschung liefern.

Teststrecke für vernetztes Fahren

Elektrisches Auto verkaufenVernetztes Fahren bedeutet, dass Fahrzeuge pausenlos elektronische Signale miteinander austauschen. Die Autos kommunizieren miteinander und verhindern so Unfälle. Aber auch Ampeln, Verkehrsschilder oder Warntafeln können an das Netzwerk angeschlossen werden und wichtige Informationen an das Fahrzeug mitteilen. Autofahrer wüssten so automatisch auf wie sie am besten Staus vermeiden. Denkbar ist auch, dass in Innenstädten Ampeln bei ankommenden Elektroautos auf Grün schalten.

2015 soll die Technologie, die für vernetztes Fahren notwendig ist, auf einer 1.300 Kilometer langen Teststrecke ausprobiert werden. Die Versuchsstrecke führt von Rotterdam über Frankfurt nach Wien. Der nächste Schritt für die Markteinführung dieser Technologie. Vernetztes Fahren ist die Grundlage für autonomes Fahren. Autonomes Fahren bedeutet, dass Fahrzeugführer überhaupt nicht mehr lenken und bremsen müssen, das übernimmt das Fahrzeug für sie. Daimler gab im September bekannt, dass autonomes Fahren vor allem für die Lkw-Sparte getestet werden soll. Die Vorteile liegen vor der Hand.

Sicheres Netz notwendig

Für vernetztes Fahren ist eine Funkverbindung mit einem Radius von bis zu zwei Kilometern notwendig. Dies ist vergleichbar mit einem W-Lan-Netzwerk, die Autos klinken sich hier automatisch ein und tauschen ihre Daten aus. Diese Netze verändern stetig die Position und Zahl der Teilnehmer ändert sich auch stetig. Wichtig ist, dass es auch bei hoher Geschwindigkeit gut funktioniert. Auf deutschen Autobahnen sind Geschwindigkeiten von 200 km/h natürlich nicht ungewöhnlich. Das Netz muss also sehr schnell reagieren können.

Vernetztes Fahren setzt auch voraus, dass das Netz 100 % sicher ist. Hacker sollten auf gar keinen Fall die Daten manipulieren können. Jeder muss sich darauf verlassen können, dass nur Meldungen an das Netz gesendet werden, die absolut sicher sind. Ein Horrorszenario, in dem falsche Daten an die Autos gesendet werden. Aus diesem Grund wird es mehrere Sicherheitsschlüssel in jedem Fahrzeug geben.

Neue Verkehrsregeln benötigt

Fahrzeug verkaufenFür sowohl vernetztes Fahren als auch autonomes Fahren werden wir wohl neue Verkehrsregeln benötigen. Im deutschen Verkehrsrecht gilt, dass der Fahrer zu jedem Zeitpunkt das Lenkrad mit beiden Händen festhalten muss. Vernetztes Fahren hilft und unterstützt den Fahrer, es gibt zum Beispiel ein Warnsignal, wenn ein Überholvorgang nicht so sicher ist, wie er zu sein scheint. Beim autonomen Fahren steuert der Bordcomputer den Wagen eigenständig. Für autonomes Fahren wird das Testen auf echten Straßen wohl um einiges schwieriger.

 

Vorteile – Vernetztes & Autonomes Fahren

Die Vorteile für vernetztes und autonomes Fahren sind umfangreich. Vernetztes Fahren sorgt für mehr Sicherheit. Daten über gefährliche Bremsmanöver, Hindernisse und drohende Unfälle werden in Bruchteilen von Sekunden ausgetauscht. Natürlich steht die Sicherheit im Vordergrund der Technologien, aber auch die Effizienz der Fahrzeuge wird gesteigert. Vernetztes Fahren kann Autofahrern helfen, über genau die richtige Strecke in der richtigen Geschwindigkeit zu fahren, so dass Staus vermieden werden. Des Weiteren werden auch der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen weiter reduziert.

Es bleibt spannend, wann die Technologien auch wirklich in unseren Autos eingebaut werden. Wenn es nach den Autoherstellern, Zulieferern und Elektronikkonzernen geht, dann natürlich so schnell wie möglich.

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