Zahl der Rückrufe steigt weiter an
2014-09-16 09:00:55

Chevrolet Spark verkaufenDie Zahl der Rückrufe im Jahr 2013 war bereits, im Vergleich mit dem Vorjahr, stark angestiegen. Für 2014 wird erwartet, dass es ein neues Rekordjahr wird. Mit den Rekorden wird sich aber niemand schmücken wollen. Mittlerweile rufen die großen Autobauer deutlich mehr Fahrzeuge zurück, als sie überhaupt produzieren.

2013 gab es 180 Rückrufaktionen für Kraftfahrzeuge und Fahrzeugteile. Insgesamt stieg die Zahl der Rückrufe an, die Anzahl der betroffenen Fahrzeuge sank hingegen. Für 2014 wird erwartet, dass die Zahl der Rückrufe weitere steigen wird. Es wird ein wahres Rekordjahr erwartet.

Gründe für die Rückrufe

Smart Fortwo verkaufenRückrufe sind aktive Maßnahmen der Hersteller, um Personen- und Sachschäden durch fehlerhafte Produkte abzuwenden. In der Autobranche wird daher zumeist nur eine Rückrufaktion durchgeführt, wenn der Fehler an sicherheitsrelevanten Bauteilen vorkommt. Betroffene Fahrzeughalter werden aktiv von den Herstellern informiert, wenn Sie von einem Rückruf betroffen sind. Selbstverständlich sind die nötigen Reparaturen für den Besitzer kostenlos.

In diesem Jahr steigt die Zahl der Rückrufe weltweit weiter an. In den USA war die Rückrufquote im ersten Halbjahr 2014 bereits so hoch, dass die Autobauer mehr als viermal so viele Fahrzeuge zurückgerufen haben, wie sie produziert haben. Experten vermuten, dass die Zahl der Rückrufe so lange weiter ansteigen wird, wie die grundsätzlichen Probleme in der Automobilbranche nicht behoben worden sind.

Wenn man die Gründe für die Rückrufe betrachtet, wird deutlich, dass diese vielfältig sind. Die komplexen Baukastensysteme, die heutzutage in der Autoproduktion genutzt werden, erhöhen die Fehleranfälligkeit. Immer mehr Autos haben die gleichen Bauteile. Eine weitere Ursache liegt bei den kurzen Produktzyklen, Langzeitstudien werden so gut wie gar nicht mehr durchgeführt. Der Kostendruck und viele verschiedene Zuliefererteile tragen auch noch zu der steigenden Quote der Rückrufe bei. Für die Zukunft ist es also wichtig, dass die Autohersteller auf ein besseres Qualitätsmanagement setzen.

Wie sollten Sie reagieren?

Auch in Deutschland steigt die Zahl der Rückrufe. Viele Autofahrer fragen sich zu Recht, was Sie tun sollten, wenn sie von einer Rückrufaktion betroffen sind. In der Regel schreiben die Hersteller die betroffenen Fahrzeughalter an, diese Pflicht liegt bei den Herstellern. Dabei greifen diese auf das Kraftfahrbundesamt zurück. Vermuten Sie betroffen zu sein, haben aber kein Anschreiben erhalten, dann sollten Sie sich schnell an den Hersteller werden und selbst nachfragen. Einige Autobauer, wie Audi, bieten diese Abfrage mittlerweile auch online an. Kosten für einen Rückruf trägt in der Regel der Hersteller, dieser ist für den Mangel verantwortlich. Ist das eigene Auto betroffen von einer Rückrufaktion, dann ist der Halter verpflichtet teilzunehmen. Rückrufaktionen werden nur bei Mängeln durchgeführt, die Einfluss auf Verkehrssicherheit oder Umwelt haben. Kommen Sie der Aufforderung nicht nach, dann kann Ihr Auto stillgelegt werden, bis der Mangel behoben ist.

Welche Modelle sind betroffen?

Chevrolet Spark Schwarz verkaufenDieses Jahr macht vor allem General Motors mit Rückrufen auf sich aufmerksam. GM hat einen großen Beitrag zur bisherigen Bilanz der Rückrufe geleistet. Nicht weniger als 6,3 Millionen Fahrzeuge mussten hier nachträglich geprüft werden. Die Zahl der Rückrufe bei General Motors wird immer größer. Erst im Juni 2014 wurden weltweit sechs neue Rückrufaktionen gestartet. Bei einem Großteil der Fahrzeuge kann das bekannte Zündschlossproblem auftreten. In Folge dessen starben bereits 13 Menschen. Ein trauriger Negativrekord.

Aber nicht nur General Motors musste in diesem Jahr bereits Fahrzeuge zurückrufen. Auch Volkswagen musste erst kürzlich in Deutschland 273.559 Autos, wegen Mängel an der Heckklappe, zur Überprüfung in die Werkstatt bitten. Weltweit machten, in den letzten Monaten, auch Porsche, Audi und Smart mit Rückrufaktionen auf sich aufmerksam.

Der Porsche 918 Spyder musste weltweit 46 Modelle zurückrufen, wegen eines Problems mit dem Hinterachsenlenker. Audi musste 70.000 Fahrzeuge der Baureihen A4, A5, A7, Q5 und Q7 in die Werkstätten bitten, da Probleme mit dem Bremskraftverstärker auftraten. In China musste Daimler innerhalb eines Monats mehr als 100.000 Smart zurückrufen. Es gab zum einen Probleme mit dem Kühler-Thermostat und zum anderen ein Problem mit dem Riemenantrieb. Dieser kann sich bei den betroffenen Modellen durch die Vibration des Motors lösen. Aber auch Chrysler, Mercedes, BMW und Subaru waren dieses Jahr schon von Rückrufaktionen betroffen.

Nicht immer ist es der Hersteller direkt, der einen Mangel feststellt. Der japanische Zulieferer Takata, dessen Airbags an Toyota, Honda, Mazda, Nissan und BMW geliefert werden, sorgte dieses Jahr für eine Rückrufwelle von rund 3 Millionen Fahrzeugen.

Auto nach einem Rückruf verkaufen

Nach einer Rückrufaktion wird diese zumeist im Auto gekennzeichnet. Hierbei gibt es verschiedene Methoden. Bei VW wird ein spezieller Code im Serviceheft hinterlegt, Renault bringt einen Aufkleber im Motorraum an und wieder andere Hersteller, wie zum Beispiel Fiat, bringen Farbkleckse an die betreffenden Bauteile an. Andere Autohersteller, unter anderem Ford, Mercedes, Opel und BMW, hinterlegen Informationen zur Rückrufaktion im Händlersystem.

Wenn Ihr Auto von einem Rückruf betroffen war und Sie dieses verkaufen möchten, dann müssen Sie also nicht gesondert auf die Rückrufaktion hinweisen. Der Käufer von Ihrem Gebrauchten kann sich hierzu ausreichend selbst informieren.

Wollen Sie einen Gebrauchten verkaufen, der bereits Teil einer Rückrufaktion war, dann kann es sein, dass der Verkauf an Privatpersonen sehr schleppend voran geht, da diese im Regelfall sehr vorsichtig reagieren. Ein Autohändler hingehen, hat weitaus mehr Erfahrung mit Rückrufaktionen und kann diese Gebrauchtwagen auch besser weiterverkaufen, da ein Autohändler Interessierten deutlich erklären kann, was die Rückrufaktion genau beinhaltete.

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